Regelmäßige Updates würden die Lebensdauer eines Smartphones bedeutend erhöhen.

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Der EU-Berater Ilias Iakovidis will, dass Smartphone-Hersteller nicht mehr mit ihrer Hardware Geld verdienen: Der für die Kommission im Bereich Technologien beratende Mathematiker sagte einem Bericht von Heise zufolge, dass Samsung, Apple und Co statt den Geräten "Dienstleistungen verkaufen" sollten.

Am Rande der Online-Konferenz EuroDig empfahl er, auf diese Weise der massiven Verschwendung der Hardware entgegenzuwirken. Nutzer nutzen ihr Gerät fünf Jahre oder länger, wenn regelmäßig Updates zur Verfügung gestellt würden, wisse Iakovidis von einer Umfrage. Ein Grund dafür sind Sicherheitsbedenken.

Ältere Smartphones werden zudem ersetzt, weil auch Drittanbieter, beispielsweise Social-Media-Plattformen, veraltete Software-Versionen nicht unterstützen. Damit wächst der Elektroschrott, weswegen Smartphones zu den größten Klimaschutzsündern gehören. Nur etwa ein Fünftel würde recyclet werden.

Update-Pflicht

Daher empfiehlt der für gesellschaftliche Herausforderungen zuständige Berater, dass Smartphones kostenlos an Nutzer vergeben werden und Geld mit Dienstleistungen zu verdienen. Die EU befindet sich aktuell im Gesetzgebungsverfahren für den "New Deal for Consumers", der eine an die Gewährleistungspflicht geknüpfte Updatepflicht für Smartphones vorsieht. Die Richtlinie soll nach aktuellem Plan bis Ende des Jahres beschlossen sein. (red, 15.6.2020)