SAP gibt sich innovativ

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SAP will Unternehmen künftig den Einblick in den CO2-Fußabdruck ihrer Produkte erleichtern. Die Initiative Climate21 werde es beispielsweise einem Autohersteller ermöglichen, anzugeben, wie hoch die Treibhausgasemissionen bei der Produktion verschiedener Modelle seien, teilte Europas größter Technologiekonzern am Dienstag auf der jährlichen Kundenkonferenz Sapphire mit. Produktchef Thomas Saueressig sagte dazu: "Das Konsumentenverhalten hat sich verändert, auch wenn das gerade von der Corona-Krise überlagert wird. Das Wissen um den CO2-Fußabdruck kann einen Wettbewerbsvorteil darstellen." Saueressig betonte, es gebe keine vergleichbare Software auf dem Markt: "Mit dieser Lösung sind wir Pionier."

Faktoren

Künftig will der Walldorfer Dax-Konzern "Quartal für Quartal" neue Applikationen im Rahmen der Climate-Initiative auf den Markt bringen, die später auch andere Umweltfaktoren berücksichtigen sollen. Einstweilig muss SAP Kunden davon überzeugen, sich die Software herunterzuladen, die sich zunächst auf die CO2-Emissionen entlang der Wertschöpfungsketten (Supply Chain) konzentriert. Saueressig gab sich zuversichtlich und sagte, dies könne sich schnell verbreiten. SAP verweist in diesem Zusammenhang auf den Erfolg der Energieeffizienzklassen-Einteilung bei Haushaltsgeräten.

Marco Lenck, Vorstandsvorsitzender der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG), bezeichnete das Bekenntnis von SAP zu einer Klimainitiative als "sehr wesentlich und wichtig": "Denn SAP ist in Sachen Supply-Chain nun mal international ganz vorne mit dabei, um ein Klimamanagement in bestehenden Prozessen integriert abbilden zu können." (Reuters, 16.06.2020)