AMS erklärte, dem Unternehmen seien keine Ermittlungen gegen aktuelle Mitarbeiter des Unternehmens bekannt.

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Wien – Die österreichische Finanzaufsicht FMA ermittelt gegen das Top-Management des Sensorspezialisten AMS. Dabei geht es um mögliche illegale Aktiengeschäfte im Zusammenhang mit der Übernahme des Lichtkonzerns Osram. "Wir gehen grundsätzlich jedem Hinweis auf einen Gesetzesverstoß nach", sagte ein FMA-Sprecher am Donnerstag. Die Behörde reagiere damit auf entsprechende Berichte, sagte er, ohne Details zu nennen.

Dem "Handelsblatt" zufolge, das zuerst über die Ermittlungen berichtet hatte, geht es um angebliche Aktiengeschäfte des AMS-Managements. Frustrierte Osram-Manager und verärgerte Investoren hätten Vorwürfe erhoben, wonach der AMS-Vorstand ausländische Gesellschaften mit dem Kauf von AMS-Aktien beauftragt hätten, hieß es der Zeitung zufolge in Kreisen der Börsenaufsicht. Nach dem Bericht stürzte die AMS-Aktie um 16 Prozent ab.

AMS erklärte, dem Unternehmen seien keine Ermittlungen gegen aktuelle Mitarbeiter des Unternehmens bekannt. Auch seien der Firma keine Auskunftsersuchen der Behörden bekannt.

Eine Sprecher der Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma erklärte, sie äußere sich nicht zu einzelnen Untersuchungen. "Auffällige Transaktionen und Transaktionsvolumen schauen wir uns immer genau an". AMS hat ihren Sitz in der Nähe von Graz und ist an der Zürcher Börse notiert. (Reuters, 25.6.2020)