Airbus will weltweit 15.000 streichen, 5.100 davon in Deutschland.

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Der geplante Stellenabbau beim Flugzeugbauer Airbus trifft den Norden Deutschlands hart. In Hamburg inklusive Buxtehude und Fuhlsbüttel sollen 2.325 Stellen wegfallen, wie Airbus am Freitag bestätigte. In Bremen geht es demnach um 445, in Stade um 365 und an weiteren Standorten um 40 Stellen. Damit könnten im Norden 3.175 Jobs gestrichen werden.

Noch im vergangenen Jahr war am Standort Hamburg die Zahl der Mitarbeiter um 1.000 auf knapp 14.000 aufgestockt worden.

Kein Bereich werde verschont

Laut NDR hatte die Geschäftsführung am Donnerstag erstmals seit Bekanntwerden der Kürzungspläne mit den Betriebsräten an den deutschen Standorten über Details gesprochen. Arbeitsdirektor Marco Wagner habe dabei die Zahlen genannt. Wagner sprach dabei von der schwersten Krise der Luftfahrtgeschichte. Kein Bereich bei Airbus werde verschont, meinte der Arbeitsdirektor. Nach der Krise werde Airbus wahrscheinlich insgesamt ein kleineres Unternehmen sein.

Airbus hatte zuletzt Druck auf die deutsche Regierung gemacht. Wenn das Kurzarbeitsgeld auf zwei Jahre verlängert werde, könne Airbus in Deutschland 1.500 der 5.100 gefährdeten Jobs in der Verkehrsflugzeugsparte erhalten, hatte Produktionschef Michael Schöllhorn gesagt. Staatliche Forschungsgelder für die Entwicklung umweltfreundlicherer Flugzeuge könnten weitere 500 Stellen sichern.

Insgesamt sollen in Deutschland 5.100 Stellen wegfallen, wie Airbus am Dienstagabend mitgeteilt hatte. Weltweit will Airbus wegen der Corona-Krise 15.000 Stellen streichen. Die Pläne sollen bis Sommer 2021 umgesetzt werden. Airbus beschäftigt in Deutschland nach eigenen Angaben rund 46.000 Mitarbeiter an fast 30 Standorten. (APA, 3.7.2020)