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Pjöngjang – Nordkorea sieht keinen Grund für neue Verhandlungen mit den USA. Derartige Gespräche wären nichts anderes als ein "politisches Instrument" für die Regierung in Washington zur Ablenkung von ihrer innenpolitischen Krise, sagte der stellvertretende nordkoreanische Außenminister Choe Son-hui am Samstag vor dem Besuch eines US-Gesandten in Südkorea laut einer Meldung der staatlichen Agentur KCNA.

Nordkorea werde seine Politik nicht ändern, hieß es weiter. Der stellvertretende US-Außenminister Stephen Biegun wird kommende Woche in Südkorea erwartet, um über die feststeckenden Verhandlungen mit Nordkorea zu beraten.

Kontakte abgeflaut

Der südkoreanische Präsident Moon Jae-in hatte am Mittwoch ein neues Treffen von US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong-un vor den Wahlen im November in den USA gefordert. Die beiden Politiker waren 2018 in Singapur erstmals zusammengekommen und hatten sich 2019 in Vietnam erneut getroffen, um über eine Abrüstung von Nordkoreas Atomwaffen-Arsenal zu sprechen. Trump warf Kim damals vor, nicht genügend Zugeständnisse im Gegenzug für eine Aufhebung der internationalen Sanktionen zu bieten. (APA, Reuters, 4.7.2020)