Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner, Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Bundeskanzlerin Angela Merkel – von links nach rechts und alle CDU.

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Berlin – Die CDU will ab 2025 eine Parität von Männern und Frauen bei der Besetzung von Vorstandsposten einführen. Die Struktur- und Satzungskommission der Partei einigte sich nach Informationen aus CDU-Kreisen am Mittwochmorgen nach stundenlangen nächtlichen Verhandlungen auf eine stufenweise Anhebung der Frauenquote. Danach soll von der Kreisverbandsebene der Partei aufwärts ab dem 1. Jänner 2021 eine Quote von 30 Prozent für Frauen gelten, ab dem 1. Jänner 2023 eine Quote von 40 Prozent und ab dem 1. Jänner 2025 eine Quote von 50 Prozent. Eine ähnliche Regelung ist für die Aufstellung von Listenplätzen bei Europa-, Bundestags- und Landtagswahlen vorgesehen.

"Ich bin eine Quotenfrau", sagt die deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kram-Karrenbauer (CDU). Das heiße aber nicht, dass man sich im Job nicht erst beweisen muss.

Geringer Frauenanteil in CDU

Von der Frauenquote in Vorständen könne laut dem Beschluss abgewichen werden, wenn nicht genügend Frauen kandidieren, um dieses Quorum zu erreichen, hieß es. Hintergrund ist, dass der Frauenanteil bei den CDU-Mitgliedern derzeit nur bei rund 26 Prozent liegt. Künftig werden CDU-Kreisvorsitzende verpflichtet, über die Entwicklung des Frauenanteils und die Maßnahmen zur Frauenförderung zu berichten. Wenn die jeweilige Quote in Vorständen nicht eingehalten werden kann, soll diese Position unbesetzt bleiben. (Reuters, 8.7.2020)