Auch Löschboote sind im Einsatz.

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Nur nicht ablenken lassen beim Einlochen.

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San Diego (Kalifornien) – Das US-Kriegsschiff "USS Bonhomme Richard" im Marinehafen von San Diego (Kalifornien) steht seit Sonntagfrüh (Ortszeit) in Flammen. Auch in der Nacht auf Dienstag waren hunderte Marinesoldaten und Feuerwehrleute mit Löscharbeiten beschäftigt. Bisher wurden 59 Menschen verletzt – 36 Matrosen und 23 Zivilisten. Die Brandursache war zunächst unklar. Weil von Löschbooten und – hubschraubern so viel Wasser auf das Schiff geworfen werden musste, hat dieses mittlerweile Schlagseite. Es drohe aber aktuell nicht zu kentern, wie die US-Navy mitteilte.

Brandursache noch unklar

Das Feuer sei in einem großen Frachtraum im Innern des Schiffes ausgebrochen, sagte Admiral Philip Sobeck. Es habe Berichte über eine Explosion gegeben. Der genaue Grund dafür sei noch unbekannt.

Erst schwarzer Rauch.
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Ersten Berichten zufolge sei die Explosion eine Folge des Überdrucks gewesen, der in dem geschlossenen Bereich durch die Hitze entstanden sei, sagte Sobeck. Es sei keine Munition an Bord gewesen. Im Schiff seien fast vier Millionen Liter Treibstoff. Dieser lagere aber weit unterhalb der Hitzequellen. Zuerst wurde daran gearbeitet, dass der Treibstoff nicht von dem Feuer erreicht wird.

Dann weißer Rauch. Für Admiral Sobeck ein gutes Zeichen.
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Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie dichter Rauch vom Schiff aufstieg, während Löschboote das Feuer bekämpften. Der Rauch sei zunächst schwarz, später weiß gewesen, was ein gutes Zeichen sei, sagte Sobeck. Es handle sich um ein Feuer der Brandklasse A, vergleichbar mit einem Brand zum Beispiel in einem Bürogebäude. Die Anrainer müssten sich keine Sorgen über die Luftqualität machen, sagte Sobeck. Letzerer ist auch optimistisch, dass das Schiff zu retten sei. Aber: "Erst wenn das Feuer gelöscht ist, werden wir den Zustand des Schiffes prüfen und einschätzen."

Wartungsarbeiten

Die "USS Bonhomme Richard" war zu einer routinemäßigen Wartung in San Diego. Deshalb waren zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Feuers nur rund 160 Seeleute an Bord. Die Vollbesetzung betrage ansonsten 1.000 Leute. Es handelt sich um ein "amphibisches Angriffsschiff", das mit einem kleinen Flugzeugträger vergleichbar ist. Von dem Schiff können Hubschrauber und Kampfjets starten. (APA/dpa, Reuters, red, 14.7.2020)