T-Mobile profitiert vom Zukauf.

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Die Fusion mit dem kleineren Konkurrenten Sprint gibt dem Mobilfunker T-Mobile US Rückenwind. Im zweiten Quartal seien die Erlöse um fast 61 Prozent auf 17,7 Mrd. Dollar (15 Mrd. Euro) geklettert, teilte die Deutsche-Telekom-Tochter in der Nacht auf Freitag nach US-Börsenschluss mit, die zum ersten Mal das Sprint-Ergebnis einrechnete. Die Aktie sprang nachbörslich mehr als 7 Prozent in die Höhe.

T-Mobile US führte das Wachstum unter anderem darauf zurück, dass in der Krise mehr Menschen Telekommunikationsdienste nutzen, um miteinander in Kontakt zu bleiben und von zu Hause zu arbeiten. Der US-Mobilfunker hat sich als günstiger Anbieter einen Namen gemacht und damit den Platzhirschen Verizon und AT&T Kunden weggeschnappt. Nun hat T-Mobile US die Nummer zwei eingeholt und kommt auf mehr als 98 Millionen Vertragskunden sowie Prepaid-Karten-Besitzer. AT&T zählte zuletzt knapp 93 Millionen.

Kosten

Unter dem Strich ging es für das Unternehmen nach unten. Kosten im Zusammenhang mit der im April nach langem Hin und Her abgeschlossenen Fusion drückten den Überschuss auf 110 Mio. Dollar, nach 939 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Zudem belasteten Ausgaben im Zusammenhang mit der Coronakrise und geschlossene Filialen.

Der T-Mobile-US-Mutterkonzern Deutsche Telekom gibt am 13. August Einblick ins abgelaufene Quartal. (APA, 07.08.2002)