Unter den Todesopfern des Anschlags in Mogadischu waren mehrere Zivilisten und Regierungsmitarbeiter.

Foto: Reuters / Feisal Omar

Mogadischu – Nach einem tödlichen Anschlag auf ein Hotel in Somalia hat die Terrormiliz Al-Shabaab erneut einen Angriff mit mindestens zehn Toten verübt. Ein Angreifer habe sich bei einem Stützpunkt in der Nähe der südlichen Stadt Baidoa in einem Auto die Luft gesprengt, sagte am Montag ein hochrangiges Mitglied des Militärs. Daraufhin hätten sich Mitglieder der Terrorgruppe und Soldaten Kämpfe geliefert.

Insgesamt seien sieben Angreifer und drei Soldaten getötet worden, sagte der Sprecher. Al-Shabaab beanspruchte den Angriff über den Radiosender Al-Andalus für sich.

Mindestens 17 Tote und 28 Verletzte in Mogadischu

Erst am Sonntag hatten Kämpfer der Terrorgruppe ein Hotel in der Hauptstadt Mogadischu angegriffen. Mindestens 17 Menschen wurden getötet, darunter alle fünf Angreifer. Al-Shabaab kämpft in dem Land am Horn von Afrika seit Jahren um die Vorherrschaft und kontrolliertweite Teile im Süden und Zentrum des Landes.

Mindestens 28 weitere Menschen wurden bei dem Anschlag verletzt. Wie die Polizei und Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur berichteten, zündete zunächst ein Selbstmordattentäter eine Autobombe vor dem Eingang, danach stürmten die bewaffneten Extremisten das Elite Hotel am Lido-Strand. Gut drei Stunden lang lieferten sie sich Schusswechsel mit staatlichen Einsatzkräften in dem vierstöckigen Gebäude.

Beliebter Treffpunkt

Unter den Todesopfern waren zwei Regierungsmitarbeiter, drei Sicherheitsleute des Hotels, vier Zivilisten sowie drei zunächst nicht identifizierte Personen, wie ein Polizeisprecher sagte. Das Hotel ist ein beliebter Treffpunkt auch von Politikern und Journalisten.

Ähnliche Angriffe hat Al-Shabaab in der Vergangenheit schon öfter verübt. Die Fundamentalisten kämpfen in dem Land am Horn von Afrika seit Jahren um die Vorherrschaft und kontrollieren weite Teile im Süden und Zentrum des Landes. Präsident Mohamed Abdullahi Farmajo verurteilte den Anschlag aufs Schärfste. Die Terroristen wollten Verzweiflung säen, doch werde man sich nicht einschüchtern lassen. (APA, 17.8.2020)