"Sie wurde nie begnadigt", gab Trump bei der Zeremonie zu bedenken.

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Statuen der Frauenrechts-Aktvistinnen Elizabeth Cady Stanton, Susan B. Anthony, und Lucretia Mott im US-Kapitol.

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Washington – US-Präsident Donald Trump begnadigt die Frauenrechts-Aktivistin Susan B. Anthony, die für die Teilnahme an der Präsidentenwahl 1872 verurteilt worden war. Trump kündigte den Schritt am Dienstag bei einer Feier zum 100. Jahrestag des Wahlrechts für Frauen in den USA im Weißen Haus an.

Der Prozess gegen Anthony im Jahr 1873 befeuerte die Frauenbewegung in den USA, auch weil ihr Auftritt vor Gericht für viel Aufsehen sorgte. Sie wurde zu einer Geldstrafe verurteilt. Das Frauenwahlrecht wurde in den USA im August 1920 mit dem 19. Zusatzartikel zur amerikanischen Verfassung eingeführt. Anthony starb 1906 im Alter von 86 Jahren.

"Sie wurde nie begnadigt", gab Trump zu bedenken. Er hatte am Vortag gesagt, dass er am Dienstag eine "sehr wichtige Person" begnadigen werde, schränkte aber gleich ein, dass es sich nicht um den NSA-Enthüller Edward Snowden oder seinen ehemaligen Sicherheitsberater Michael Flynn handle. (APA, 18.8.2020)