Ein Migrant geht an Bord der Sea-Watch 4.

Foto: Reuters/SEA-WATCH

Rom – Die Crew des deutschen Rettungsschiffs Sea-Watch 4 hat bei zwei Einsätzen vor der libyschen Küste 104 Migranten in Seenot gerettet. 37 davon sind Minderjährige, teilte die NGO am Sonntag auf Twitter mit. Die Menschen wurden in internationalen Gewässern gefunden und befinden sich nun an Bord der Sea-Watch 4.

Das unter anderem von der Evangelischen Kirche in Deutschland unterstützte Seenotrettungsschiff Sea-Watch 4 war am 15. August zu seinem ersten Einsatz im Mittelmeer aufgebrochen. Das Schiff verließ den Hafen des spanischen Burriana und ist im Einsatzgebiet in internationalen Gewässern vor Libyen unterwegs. Noch unklar ist, wohin die geretteten Migranten geführt werden sollen.

Sizilien will alle Hotspots für Migranten schließen. Nach starken Fluchtbewegungen in den vergangenen Wochen hat der Präsident Siziliens, Nello Musumeci, am Samstagabend einen Erlass zur Schließung von Hotspots und Flüchtlingseinrichtungen auf der Insel angekündigt. (red, APA, 23.8.2020)