Die Werte seiner Immobilien soll Donald Trump teils zu niedrig beziffert haben, um so Steuern zu sparen.

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New York – Die Generalstaatsanwaltschaft des US-Bundesstaates New York prüft, ob Präsident Donald Trump womöglich den Wert seines Vermögens manipuliert hat. Der Einreichung bei einem Gericht in Manhattan vom Montag zufolge geht es um die Frage, ob sich Trump auf diese Weise Kredite sichern sowie steuerliche und wirtschaftliche Vorteile erzielen wollte.

Zudem wird Trumps Sohn Eric vorgeworfen, er zeige sich nicht kooperativ. Staatsanwältin Letitia James hat ihrem Büro zufolge der Trump Organization, Eric Trump und anderen im Rahmen ihrer laufenden zivilrechtlichen Ermittlungen zu möglichem Betrug oder Gesetzesverstößen Vorladungen zugestellt. Damit sei allerdings nicht festgestellt worden, dass jemand gegen Gesetze verstoßen habe.

Selektive Falschangaben

James erklärte, sie habe ihre Ermittlungen aufgenommen, nachdem Donald Trumps früherer persönlicher Anwalt Michael Cohen vor dem US-Kongress ausgesagt hatte, dass in Trumps Jahresabschluss der Wert einiger Vermögenswerte erhöht worden sei, um Geld für Kredite und Versicherungen zu sparen. Zudem seien andere Vermögenswerte zu niedrig angegeben worden, um Immobiliensteuern zu drücken.

In diesem Zusammenhang prüfen die Behörden vier Liegenschaften, unter anderem im Zentrum Manhattans. James zufolge ist Eric Trump als Executive Vice President der Holdinggesellschaft Trump Organization eng in eine oder mehrere Transaktionen involviert. Er habe sich geweigert, einer Vorladung zu einer Befragung Folge zu leisten. (Reuters, 25.8.2020)