Bund und Länder wollen im Kampf gegen das Coronavirus das Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31. Dezember verlängern.

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Berlin – In Deutschland wollen Bund und Länder im Kampf gegen das Coronavirus das Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31. Dezember verlängern. Das geht aus einer Beschlussvorlage für das Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder am Donnerstag hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorlag. Bei privaten Feiern zu Hause ("in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken") soll die Teilnehmerzahl auf 25 begrenzt werden, außerhalb des Privatbereichs auf 50 Teilnehmer.

Regionale Ausnahmen

Bei den Großveranstaltungen explizit genannt werden Volksfeste, größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern, größere Konzerte, Festivals, Dorf-, Stadt-, Straßen-, Wein- und Schützenfeste sowie Jahrmärkte. Allerdings könne es Ausnahmen in Regionen geben, wenn die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen unter 15 liegt. Es müsse aber sichergestellt sein, dass die Teilnehmer "ausschließlich aus dieser Region bzw. aus umliegenden Regionen mit entsprechenden Inzidenzen kommen". Ein Mindestbußgeld von 50 Euro bei Verletzung der Maskenpflicht wurde bereits beschlossen, nur Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff von der CDU lehnt dieses jedoch ab.

Feierbeschränkung

Zu Privatfeiern heißt es: "Leider haben die letzten Wochen gezeigt, dass gerade Feierlichkeiten im Familien- oder Freundeskreis Infektionen verbreiten können." Deshalb werden alle Bürgerinnen und Bürger gebeten, "in jedem Einzelfall kritisch abzuwägen, ob, wie und in welchem Umfang private Feierlichkeiten notwendig und mit Blick auf das Infektionsgeschehen vertretbar sind." Es werde empfohlen, diese bevorzugt im Freien abzuhalten. Auch der Mindestabstand von 1,5 Metern solle eingehalten werden.

Laut "Zeit" werden ab 15. September auch die kostenlosen Corona-Tests für Einreisende aus Nichtrisikogebieten abgeschafft. Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollen hingegen, wie zuvor von Gesundheitsminister Jens Spahn vorgeschlagen, verpflichtend in Quarantäne gehen. (Reuters, APA, red, 27.8.2020)