Nach dem Raketenangriff stieg am Gazastreifen Rauch auf.

Foto: Reuters

Gaza – Nach neuen Raketenangriffen aus dem Gazastreifen hat Israels Luftwaffe am Freitag militärische Ziele der in dem palästinensischen Gebiet herrschenden islamistischen Hamas beschossen. Unter anderem sei eine Werkstätte zur Waffenherstellung getroffen worden, teilte die israelische Armee mit. Zuvor waren sechs Geschosse aus dem Küstenstreifen auf Israel abgefeuert worden.

Militante Palästinenser hatten zudem am Donnerstag erneut zahlreiche Brand- und Sprengstoff-Ballons auf die israelische Seite der Grenze geschickt. Daraufhin hatte Israels Armee bereits mit Jets und einem Panzer einen Hamas-Militärposten sowie eine unterirdische Einrichtung angegriffen. Es gab zunächst keine Berichte zu möglichen Opfern.

Angriffe und Beschränkungen

Nach mehreren Monaten der Ruhe hatten die Angriffe aus dem Gazastreifen in den letzten Wochen wieder stark zugenommen. Israel hatte daraufhin neue Beschränkungen verhängt und etwa die Einfuhr von Treibstoff in das Küstengebiet gestoppt sowie die Fischereizone vor dem Gazastreifen gesperrt. Nach dem Bekanntwerden weiterer Corona-Fälle außerhalb spezieller Quarantäne-Einrichtungen herrscht zudem ein von der Hamas verhängter Lockdown im Gazastreifen.

Israel hatte 2007 eine Blockade des Gazastreifens verschärft, die inzwischen von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen die Maßnahme mit Sicherheitserwägungen. Rund zwei Millionen Einwohner leben unter sehr schlechten Bedingungen in dem Küstenstreifen am Mittelmeer. Die Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. (APA, 28.8.2020)