In Katar wird die WM 2022 stattfinden.

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Zürich – Der Fußball-Weltverband FIFA hat die Arbeitsrechtsreformen im WM-Gastgeberland Katar begrüßt. "Wir gratulieren Katar zu diesem wichtigen Schritt", sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino einer Mitteilung vom Dienstag zufolge. Er betonte, dass das Land seit der Vergabe der WM 2022 an das Emirat (im Jahr 2010) große Anstrengungen unternommen habe, um positive Veränderungen herbeizuführen.

"Und wir freuen uns sehr darüber, dass dies zu konkreten Fortschritten im Bereich der Arbeitnehmerrechte geführt hat." Dies beweise zudem den Einfluss der WM. "Es gibt definitiv noch Raum für weitere Fortschritte", sagte Infantino aber auch.

Mindestlohn eingeführt

Nach anhaltender internationaler Kritik hatte Katar Ende August weitere Reformen beschlossen, um die Lage der Arbeitsmigranten zu verbessern. So können ausländische Arbeiter künftig den Job ohne Zustimmung ihres bisherigen Arbeitgebers wechseln, wie die katarische Regierung am Sonntag mitteilte. Außerdem legte das Emirat als erstes Land der Region einen monatlichen Mindestlohn in Höhe von 1.000 Rial (etwa 230 Euro) fest. Arbeitgeber, die den Lohn schuldig bleiben, sollen demnach härter bestraft werden.

In Katar leben laut Amnesty International rund zwei Millionen Arbeitsmigranten. Sie kommen vor allem aus armen Ländern wie Bangladesch, Nepal oder Indien. Katar hatte die Kritik an den Arbeitsbedingungen immer wieder zurückgewiesen und auf Reformen im Vorfeld der WM verwiesen. Das Turnier beginnt am 21. November 2022. (APA, 1.9.2020)