Eine Reinigungskraft hat den möglichen Sprengsatz entdeckt, die Polizei hat ihn entschärft und an einen sicheren Ort transportiert.

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Berlin/Köln – In einem abgestellten Zug in Köln ist in der Nacht zu Samstag nach Angaben der Polizei ein verdächtiges Paket unter anderem mit Nägeln und einer geringen Menge Schwarzpulver gefunden worden. Eine Analyse von Spezialisten des Landeskriminalamts habe ergeben, dass der Gegenstand nicht zündfähig war und von ihm keine Gefahr ausging, teilte die Polizei im Laufe des Tages auf Twitter mit.

"Eine Gefährdung von Menschen und Sachen wäre demnach auch nach Entzündung äußerst unwahrscheinlich gewesen." Zum Hintergrund lagen zunächst keine Angaben vor. Einem Medienbericht zufolge entdeckte eine Reinigungskraft den Gegenstand in dem Zug-Depot Köln-Deutzerfeld.

Medienbericht

Die Zeitung "Bild" hatte berichtet, dass eine Reinigungskraft in dem Zug-Depot Köln-Deutzerfeld eine Bombe entdeckt habe, die in einem Karton versteckt gewesen sein soll. Dieser sei von Spezialisten geröntgt und der selbst gebastelte Sprengsatz vor Ort unschädlich gemacht worden. Es habe sich um Vorrichtung aus Zündschnur, Feuerwerkskörpern, Schwarzpulverkugeln, Nägeln und Schrauben gehandelt. Die Bombe sei nach ersten Ermittlungen "umsetzungsfähig" gewesen und hätte durch die Splitterwirkung schwerste Verletzungen bei Passagieren verursachen können, hieß es zunächst.

Der Bereich Deutzer Feld in Köln wurde abgesperrt.

Absperrung

Der Bereich Deutzer Feld wurde den Behörden zufolge durch die Bereitschaftspolizei zunächst abgesperrt. Spezialisten der Bundespolizei hätten den entschärften und damit transportfähigen Gegenstand in den frühen Morgenstunden in einen gesicherten Bereich gebracht. (Reuters, 3.10.2020)