Finale.

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Iga Swiatek und Sofia Kenin sind bei den mit 38,41 Millionen Euro dotierten French Open in Paris ins Finale eingezogen. Die 19-jährige Swiatek besiegte am Freitag die überraschend ins Halbfinale gekommene Argentinierin Nadia Podoroska klar nach nur 70 Minuten mit 6:2,6:1 und steht damit ohne Satzverlust im Endspiel.

Sie trifft am Samstag (15.00 Uhr/live ORF Sport +) auf Kenin, die Petra Kvitova (CZE-7) mit 6:4, 7:5 bezwang. Für die Nummer vier des Turniers geht es um ihren heuer schon zweiten Grand-Slam-Titel, hatte Kenin doch die diesjährigen Australian Open für sich entschieden.

Alles andere als ein Erfolg der Weltranglisten-Sechsten am Samstag in Paris wäre im Grunde eine Sensation. Andererseits hat Swiatek im Turnierverlauf erst 23 Games und noch keinen Satz abgegeben.

"Ich bin überrascht, dass ich es geschafft habe. Aber wenn ich es mir zugetraut habe, dann bei den French Open. Ein Traum ist wahr geworden", meinte Swiatek. Sie ist die erste polnische Finalistin der Profi-Ära (seit 1968) in Roland Garros. Zudem steht die gebürtige Warschauerin auch im Doppel-Halbfinale.

Roland Garros

Stark

Swiatek ist erst die siebente ungesetzte Endspiel-Teilnehmerin der Profi-Ära in Roland Garros. Auch im Vorjahr hatte mit Marketa Vondrousova (CZE) eine Ungesetzte im Endspiel gestanden. Swiatek hatte Vondrousova in Runde eins ausgeschaltet und Top-Favoritin Simona Halep im Achtelfinale. Besonders der 6:1,6:2-Erfolg über die Weltranglisten-Zweite hatte die Tennis-Szene überrascht.

Sie wird im WTA-Ranking nun von Platz 54 zumindest auf Position 24 klettern, bei einem Titel wird sie als Nummer 17 erstmals in den Top 20 aufscheinen. Sie hat nun ein Preisgeld von 850.500 Euro sicher, im Finale geht es um einen Siegerscheck in Höhe von 1,6 Mio. Euro.

Roland Garros

Zweiter Anlauf

Kvitova erreichte gegen Kenin nicht ihr Topniveau. Die Melbourne-Triumphatorin führte im ersten Satz schnell mit 4:1 und trat weiterhin konsequent und kompromisslos auf, auch nachdem Kvitova auf 4:3 herangekommen war. Im zweiten Satz zeigte die junge US-Amerikanerin Nerven, als sie nach einem 5:3 noch einmal das 5:5 hinnehmen musste, ließ sich dann aber gegen die zweifache Wimbledonsiegerin doch nicht mehr von ihrem Sieg in zwei Sätzen abbringen. (APA, 8.10.2020)