Lapikow wird ab 3. August 2026 wieder im Wettkampf Gewichte heben dürfen.

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Der Gewichtheber-Weltverband IWF hat am Donnerstag sechs russische Athletinnen und Athleten wegen Verstoßes gegen die Dopingrichtlinien gesperrt. Die Sperren variieren zwischen vier und acht Jahren und basieren auf Daten des Moskauer Antidopinglabors. Die Betroffenen waren bereits zuvor vorläufig suspendiert worden.

Die längste Sperre bis zum 2. August 2026 erhielt Dmitri Lapikow, Bronzemedaillengewinner der Sommerspiele in Peking. Lapikow muss sowohl die Peking-Medaille als auch seine Silbermedaille der WM 2009 zurückgeben. Zudem wird sein EM-Titel von 2011 annulliert.

Der zweimalige Weltmeister Ruslan Albegow, Egor Klimonow, Vize-Europameister von 2019, die frühere Weltmeisterin Tima Turjewa sowie Julia Konowalowa wurden für vier Jahre gesperrt, Maxim Scheiko für sechs Jahre.

Effektivität

"Acht weitere Fälle werden derzeit noch geprüft", so der Verband. Zudem zog die IWF Alexander Emelianenko, Arsen Boraganow und Felix Chalibekow ab dem 7. Oktober 2020 vorläufig aus dem Verkehr. Der Verband hatte Zugriff auf die Untersuchungsergebnisse von Sonderermittler Richard McLaren und der internationalen Doping-Agentur WADA.

"Diese Urteile sind der Beweis, dass das Anti-Doping-System in den letzten Jahren effektiver geworden ist. Die IWF wird weiter alles tun, um die sauberen Gewichtheberinnen und Gewichtheber zu schützen und den sauberen Sport zu fördern", sagte Ursula Papandrea, Interims-Präsidentin des Weltverbandes. (sid, 8.10.2020)