Einwohner Louisianas erwarten vor ihrem bereits von Hurrikan Laura beschädigten Haus den Sturm.

Foto: Reuters / Adrees Latif

Washington – Der Hurrikan Delta hat bei seinem Kurs auf die USA an Stärke gewonnen. Mit Windgeschwindigkeiten um die 185 Stundenkilometer und stärkeren Böen sei Delta nun ein Hurrikan der Kategorie drei, teilte das Nationale Hurrikanzentrum am Donnerstag mit. Für Freitag wurde an Teilen der US-Golfküste vor lebensbedrohlichen Sturmfluten gewarnt.

Sturm soll am Freitag auf Land treffen

Die Meteorologen erwarteten, dass der Sturm am Freitagnachmittag oder -abend im Südwesten des Bundesstaats Louisiana aufs Festland trifft. Die Region war erst im August von Hurrikan Laura getroffen worden.

Der Hurrikan war am Dienstag über dem Karibischen Meer als Hurrikan der zweithöchsten Stufe vier an den Cayman-Inseln vorbeigezogen, schwächte sich dann aber kurz vor Erreichen Mexikos ab und zog über die Halbinsel Yucatán hinweg. Derzeit befindet sich das Auge des Sturms über dem Golf von Mexiko.

Sturmnamen bereits aufgebraucht

In der Wirbelsturmsaison im Atlantik, die von Juni bis November dauert, haben sich heuer bereits so viele starke Stürme gebildet, dass die 21 Namen, die in alphabetischer Reihenfolge dafür vorgesehen sind, bereits aufgebraucht wurden. Die Meteorologen haben deshalb auf das griechische Alphabet zurückgegriffen, was zuletzt 2005 passierte. Die zunehmende Intensität tropischer Wirbelstürme, die für ihre Entstehung warmes Wasser brauchen, ist laut Experten eine Folge des Klimawandels. (APA, dpa, 9.10.2020)