Brrrrr!

Foto: Reuters

Nürburgring – Die widrigen Wetterbedingungen haben die Formel 1 bei der Rückkehr auf den Nürburgring zum Stillstand gebracht. Die Rennleitung musste am Freitag aus Sicherheitsgründen den kompletten ersten Testtag absagen. Ausgerechnet vor Fans auf den Tribünen waren Ferrari-Pilot Sebastian Vettel und seine Kollegen bei Regen und Nebel in der Eifel zum Nichtstun verurteilt.

Zunächst wurde das für 11.00 Uhr angesetzte Auftakttraining auf dem Traditionskurs abgeblasen, bei dem Mick Schumacher sein Trainingsdebüt für Alfa Romeo hätte geben sollen. Der Brite Callum Illott, der sich mit dem Sohn des Rekord-Weltmeisters Michael Schumacher in der Formel 2 matcht, fiel um den Einsatz im Haas-Team um. Beide Fahrer der Ferrari-Akademie haben zuvor schon Tests mit F1-Boliden absolviert. Die nächste Gelegenheit wird sich für das Duo laut Ferrari-Teamchef Mattia Binotto erst beim Saisonfinale in Abu Dhabi ergeben.

Problem im Notfall

Die Rennleitung begründete die Absage damit, dass der Rettungshubschrauber nicht fliegen könne. Voraussetzung für die Austragung einer Formel-1-Einheit ist, dass im Notfall der Helikopter ein Krankenhaus in der Nähe anfliegen kann. Sollte dies nicht der Fall sein, müsste ein Hospital wiederum mit dem Krankenwagen in höchstens 20 Minuten zu erreichen sein. Dies war allerdings nicht gegeben.

Auch zur zweiten Einheit wurde es nicht besser. Um 15.00 Uhr hätte das letzte Freie Training des Tages über eineinhalb Stunden beginnen sollen, um 16.00 Uhr strich die Rennleitung auch diese Session. Auch für die Fans vor Ort war das eine riesige Enttäuschung: 15.000 Tickets hatten die Veranstalter für das Wochenende abgesetzt. Die Räder bei Mercedes, Ferrari, Red Bull und Co. standen aber still.

Damit bleiben Vettel, bei der bisher letzten Auflage 2013 noch Sieger, und seinen Kollegen nur das Abschlusstraining am Samstag (12.00 Uhr) vor der Qualifikation, um sich an die Strecke zu gewöhnen.

Letztmals war im Oktober 2019 ein kompletter Formel-1-Tag ausgefallen, damals in Suzuka wegen des Taifuns Hagibis. (APA; 9.10.2020)