Die Ermittler des Wiener Landeskriminalamts haben ihre Arbeit aufgenommen.

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Wien – Jener Juwelier, der Mittwochnachmittag in Wien-Landstraße tot in seinem Geschäft gefunden wurde, ist massiven Kopf- und Oberkörperverletzungen erlegen, die ihm vermutlich durch ein Messer zugefügt wurden. Ob er auch Schläge erlitten hatte, soll ein Obduktion am Donnerstag klären, sagte Polizeisprecher Marco Jammer am Donnerstag der APA.

Durch den Abgleich mit einem Ausweisbild geht die Polizei davon aus, dass es sich bei dem Opfer um den 74-jährigen Besitzer des kleinen Schmuckgeschäfts in der Landstraßer Hauptstraße handelt. Bestätigt wird das noch durch einen DNA-Abgleich bei der Obduktion, die im Laufe des Tages weitere Erkenntnisse bringen wird. Zunächst vermuteten die Ermittler Stich- und Schnittverletzungen an Kopf und Oberkörper. Eine Tatwaffe wurde vorerst nicht gefunden.

Spurensicherung am Werk

Die Spurensicherung war auch am Donnerstag am Tatort und versuchte den Tathergang zu rekonstruieren. Die Frage ist, ob der Juwelier bei einem Raubüberfall getötet wurde. Ob etwas in dem Geschäft fehlt, war am Vormittag noch unklar. Die Polizei ermittelt wegen Mordverdachts.

Bisher konnten die Ermittler keine Zeugen des unmittelbaren Tatgeschehens ausfindig machen, was angesichts der belebten Landstraßer Hauptstraße und des nahen Bahnhofs Wien-Mitte verwunderlich ist. Der Mann dürfte sich noch vom Inneren der Geschäftsräume zum Eingang geschleppt haben. Dort brach er zusammen und wurde gegen 16 Uhr von Passanten entdeckt, die Polizei und Rettung alarmierten.

Die Einsatzkräfte versuchten noch, den Mann mit einem Defibrillator wiederzubeleben, was aber nicht gelang. Er dürfte nicht mehr zu Bewusstsein gekommen sein. Die Polizei bittet nun Zeugen, sich im Wiener Landeskriminalamt unter der Telefonnummer 01/31310/33800 zu melden. (APA, 15.10.2020)