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Während die sogenannten "Zhenhua Files" in Indien und Ungarn für Verstimmungen mit China gesorgt haben, wurden sie vom offiziellen Österreich mehr oder weniger zur Kenntnis genommen. Allerdings wurde das Außenministerium beauftragt, mit China Gespräche aufzunehmen, um den Sachverhalt zu klären.

Seitens des Innenministeriums heißt es zum Standard, dass die "Datenbank bekannt ist und es aktuell laufende Überprüfungen in diesem Zusammenhang gibt." Die chinesische Botschaft hat sich via Twitter zu Wort gemeldet. Sie betont, dass die Datensammlung von öffentlichen Quellen stammt.

Verbotene Sammlung

Die "Zhenhua Files" sind eine Datensammlung eines chinesischen Unternehmens, das mit der Regierung in Peking zusammenarbeitet. Große Teile der eingesammelten Informationen stammen von Facebook, Twitter und anderen öffentlichen Quellen. Sie zeigen aber, wie Firmen im Geheimdienstumfeld arbeiten und erinnern daran, wie wichtig Datenschutz ist. Auch haben Facebook und andere Plattformen derartige Sammlungen verboten, nachdem der Cambridge-Analytica-Skandal öffentlich wurde.

Bisher haben die Files in Indien und Ungarn politische Folgen. In Indien bestellte die Regierung Chinas Botschafter ein und beauftragte Experten mit einer Untersuchung. In Ungarn wurde der Nationale Sicherheitsrat einberufen. (red, 20.10. 2020)