Magenta-Chef Andreas Bierwirth.

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Der Mobilfunker Magenta setzt bei 5G weiter auf Huawei. "Wir brauchen Huawei also auch aus einer gewissen Wettbewerbsdynamik, damit der Wettbewerb im Markt bestehen bleibt. Sonst wird am Ende des Tages der Konsument höhere Preise für die Digitalisierung zahlen", sagte Magenta-Chef Andreas Bierwirth der "Wiener Zeitung" vom Donnerstag.

"Wir haben in den sogenannten Core-Netzwerken mit den Datenpaketen europäische und amerikanische Anbieter reingenommen. Huawei ist bei uns hingegen auf den passiven Antennen, auf der Antennentechnologie, wo übrigens die Sicherheitsbedenken geringer sind", erklärte der Telekommanager.

"Österreich folgt nicht dem Weg der Amerikaner, Briten oder Belgier"

Sein Unternehmen halte sich an den gesetzlichen Rahmen. "Und die österreichische Regierung hat eine Politik gewählt, die China gegenüber neutral ist. Österreich folgt nicht dem Weg der Amerikaner, Briten oder Belgier", so Bierwirth.

Die US-Regierung drängt viele Länder auf einen Ausschluss von Huawei aus der Telekommunikationstechnologie, weil sie dem Konzern enge Kontakte zum chinesischen Militär und der chinesischen Führung vorwirft und darin ein Sicherheitsrisiko sieht. Huawei dementiert eine unangemessene Nähe zu den Machthabern in Peking. (APA, 22.20. 2020)