Hunderte Bewohner der Gegend mussten ihre Häuser verlassen.

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Denver (Colorado) – In Colorado hat sich ein Waldbrand über Nacht rasant ausgebreitet und zum viertgrößten Feuer in der Geschichte des US-Bundesstaats entwickelt. Das berichtete unter anderem die örtliche Zeitung "Denver Post" am Donnerstag. Inzwischen brenne eine Fläche von etwa 508 Quadratkilometern. Das entspricht etwa 90 Prozent der Fläche des Bodensees. Mehr als 400 Quadratkilometer seien allein in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hinzugekommen.

Auf Fotos und Videos waren riesige Rauchwolken zu sehen. Hunderte Bewohner der Gegend mussten ihre Häuser verlassen, die komplette Gemeinde Grand Lake wurde evakuiert. Der Rocky Mountain Nationalpark ist inzwischen auch betroffen und wurde geschlossen. Berichte über Tote oder Verletzte gab es nach Angaben des örtlichen Sheriffs keine.

508 Quadratkilometer brennen bereits in Colorado.
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In den Rocky Mountains in Colorado lodern seit vielen Wochen auch weitere Wald- und Buschbrände. Der größte davon, das sogenannte Cameron Peak Fire, hat inzwischen eine Fläche von rund 800 Quadratkilometern erfasst, wie die "Denver Post" berichtete. (APA, 23.10.2020)