Er galt als der reichste Südkoreaner, sein Unternehmen soll immerhin zu einem Fünftel des südkoreanischen Bruttoinlandsprodukts beitragen.

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Der Vorstand von Samsung Electronics Lee Kun-hee ist tot. Er starb am Sonntag in einem Krankenhaus in Seoul, wie das südkoreanische Unternehmen bekanntgab. Zur genauen Todesursache machte Samsung keine Angaben. Lee war 78 Jahre alt.

Bereits im Mai 2014 war Lee wegen eines Herzinfarkts ins Krankenhaus gekommen, von dem sich der Firmenmogul nie mehr erholen sollte. Seitdem ist der Vorsitzende öffentlich kaum mehr aufgetreten. In den vergangenen Jahren hatten südkoreanische Medien immer wieder über seinen Tod spekuliert. Sein Sohn, Lee Jae-yong, wird breit als sein Nachfolger spekuliert und wird seit Jahren als der De-Facto-Chef von Samsung gehandhabt.

Reichster Südkoreaner

Lee ist der Sohn von Samsung-Gründer Lee Byung-chul. Er übernahm 1987 den Firmenvorstand und machte Samsung zum weltweit führenden Konzern für Smartphones und zum größten südkoreanischen Konglomerat. Er galt als der reichste Südkoreaner, sein Unternehmen soll immerhin zu einem Fünftel des südkoreanischen Bruttoinlandsprodukts beitragen.

Rechtliche Probleme

Seit den 90er Jahren geriet Lee Kun-hee wiederholt mit dem Gesetz in Konflikt. Er wurde mehrmals wegen Bestechung verurteilt, erhielt jedoch stets eine Begnadigung. Während Lee Jae-yong als nächster Vorstand erwartet wird, hatte auch er in der Vergangenheit rechtliche Probleme: So war er aufgrund seiner Rolle in einem Korruptionsskandal, der zum Rücktritt des ehemaligen südkoreanischen Präsidenten Park Geun-hye führte, ein Jahr lang im Gefängnis. (red, APA, 25.10.2020)