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Pakistans Premierminister Imran Khan hat ein Verbot islamophober Inhalte auf Facebook gefordert. Die Regierung veröffentlichte am Sonntagabend (Ortszeit) einen Brief, der an Firmengründer und Chef Mark Zuckerberg gerichtet war.

"Heute erleben wir jedoch ein ähnliches Pogrom gegen Muslime in verschiedenen Teilen der Welt".

"Ich schreibe Ihnen, um Sie auf die wachsende Islamophobie aufmerksam zu machen, die Hass, Extremismus und Gewalt in der ganzen Welt fördert, insbesondere durch die Nutzung von Social-Media-Plattformen wie Facebook". Er forderte ein Verbot wie für die Holocaust-Leugnung, die vor knapp zwei Wochen auf der Plattform angekündigt wurde. Er schätze diesen Schritt sehr. Der Holocaust sei der Höhepunkt "des Nazi-Pogroms gegen die Juden in Deutschland und in ganz Europa" gewesen, schrieb der Ex-Cricketstar weiter. "Heute erleben wir jedoch ein ähnliches Pogrom gegen Muslime in verschiedenen Teilen der Welt".

Am Sonntag hatte Khan Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einer Reihe von Tweets Islamophobie vorgeworfen. Hintergrund sind Aussagen Macrons über Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed. Macron hatte die Meinungsfreiheit verteidigt und sich auf die Seite derjenigen gestellt, die Karikaturen zeigen oder veröffentlichen wollen. Die islamische Tradition verbietet es, den Propheten abzubilden. Pakistan ist mehrheitlich muslimisch. (APA, 26.10. 2020)