Facebook sieht sich in seiner Position bestätigt.

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Der Gerichtshof der Europäischen Union hat einen Rahmen für den Zugriff der EU-Wettbewerbhüter auf Daten von Facebook abgesteckt. Der US-Internetriese begrüßte die Entscheidung vom Donnerstag. Facebook hatte der EU-Kommission vorgeworfen, bei ihrer Untersuchung der Marktstellung des weltgrößten Social-Media-Konzerns Informationen angefordert zu haben, die nichts mit den Ermittlungen zu tun hätten. Dazu zählten etwa "sensible persönliche Informationen wie Gesundheitsdaten unserer Mitarbeiter".

Übermittlung

Das Gericht erklärte nun, Facebook werde Dokumente übermitteln, die im Zusammenhang mit geschäftlichen Aktivitäten stünden. Diese würden dann in einem virtuellen Datenraum gesammelt, zu dem nur wenige Mitglieder der EU-Kartellwächter Zugang erhalten sollen – und dies in Gegenwart von Facebook-Anwälten. Facebook erklärte, der Konzern begrüße die Einschätzung, dass persönliche Daten unter hohem Schutz stünden. (Reuters, 29.10.2020)