Die Regierung lässt sich von Experten informieren, wie viele Krankenhausbetten jetzt wirklich für Covid-Patienten zur Verfügung stehen – acht Monate nach dem Einbruch der Pandemie in Österreich.

Dass man bei der Konfrontation mit einer völlig neuen Bedrohung wie der Corona-Pandemie Fehler macht ist verständlich, sich selbst dabei zu rühmen jedoch nicht.
Foto: REUTERS

Deutschland verhängt – mit besseren Zahlen bei den Neuinfektionen als Österreich – einen weitgehenden Lockdown. Österreich wird so irgendwie nachziehen. Aber Regierungen, die mit einer völlig neuen Bedrohung konfrontiert sind, müssen Fehler machen (wenn sie nur nicht, so wie unsere Kanzlerpartei, ständig sich selbst rühmen würden). Die unbequeme Wahrheit ist allerdings, dass es, wie der Wissenschafter Hans-Peter Hutter vom Zentrum für Public Health der Med-Uni Wien in einem sehr lesenswerten STANDARD-Interview sagt, "Schwachstellen unserer Gesellschaft" gibt. Als da sind: "Dass es für einen gewissen Teil der Bevölkerung praktisch nicht möglich ist, im Sinne eines Beitrags zum Schutz der Allgemeinheit über einen längeren Zeitraum einfachste Maßnahmen – Händewaschen, einen Meter Mindestabstand, Maske in bestimmten Bereichen – durchzuhalten."

Fundstück: Ein Krone-Journalist über die Regierungs-PK am Donnerstag.

Es ist eine Minderheit, die sich idiotisch und verantwortungslos verhält, aber die Minderheit genügt. In Oberösterreich verbieten sie schon Scheunenfeste. Und in Wien sollen am Wochenende wieder Anti-Masken-Demos von Unbelehrbaren, untermischt mit Rechtsextremen, stattfinden. Wo ist da die Nehammer-Flex? (Hans Rauscher, 29.10.2020)

Schon gesehen?

Seit knapp drei Wochen protestieren Menschen in Nigeria gegen Polizeigewalt. Mittlerweile wenden sich die Demonstrationen aber nicht mehr nur gegen die Polizei, sondern auch gegen strukturelle Korruption und die Armut in Afrikas bevölkerungsreichstem Land.
DER STANDARD