Vestager will nicht nur mehr über die Algorithmen in Erfahrung bringen, sondern Regulierern und Marktbeobachtern Zugriff zu den Werbe-Archiven geben.

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Die dominierenden Technologieriesen sollen EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager zufolge genaueren Einblick in ihre Arbeitsweise geben. "Die größten Plattformen werden mehr Informationen über ihre Algorithmen bereitstellen müssen, wenn Regulierer dies fordern", sagte Vestager am Freitag bei einer Veranstaltung.

Dies dürfte vor allem US-Großkonzerne wie die Alphabet-Tochter Google, Amazon, Apple und Facebook betreffen, die auf riesigen Datenschätzen sitzen und lukrative Werbegeschäfte betreiben. Die Algorithmen helfen den Firmen unter anderem dabei, gezielt Anzeigen zu schalten.

Digital Services Act im Dezember

Vestager will nicht nur mehr über die Algorithmen in Erfahrung bringen, sondern Regulierern und Marktbeobachtern Zugriff zu den Werbe-Archiven geben. Letztlich gehe es darum, dass Firmen zur Verantwortung gezogen werden könnten, sagte sie.

Anfang Dezember will Vestager zwei Regeln für ein sogenanntes Plattformgrundgesetz (Digital Services Act and the Digital Markets Act) präsentieren. Bis diese in Kraft treten können, wird es allerdings noch dauern, da sich zunächst EU-Länder und das EU-Parlament damit auseinandersetzen müssen.