Dominic Thiem und Andrej Rublew verabschieden sich.

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So fühlt sich ein glatter Sieg gegen Novak Djokovic an: Lorenzo Sonego.

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Wien – Dominic Thiem kann seinen Titel bei der Erste Bank Open in Wien nicht verteidigen. Der 27-jährige US-Open-Champion aus Lichtenwörth musste sich am Freitag im Viertelfinale dem starken Russen Andrej Rublew nach 1:35 Stunden mit 6:7(5), 2:6 geschlagen geben. Im Duell der Nummern drei und acht der Welt setzte sich der dieses Jahr vierfache Turniersieger Rublew durch und trifft am Samstag im Halbfinale auf Medwedew-Bezwinger Kevin Anderson (RSA).

Eine große Blase unterhalb des Fußballens hat den Österreicher schon die ganze Woche gequält. Dies erzählte er nach seinem Aus auf der Pressekonferenz. Vor allem im zweiten Satz konnte er nicht die gewohnte Gegenwehr bieten. Thiem blieb damit sein zweites Halbfinale im elften Antreten in der Stadthalle verwehrt. Seine 500 Zähler vom Vorjahres-Sieg bleiben ihm aber dank der Corona-Regelung für das ATP-Ranking noch in der Wertung.

Thiem will bis Sonntag entscheiden, ob er kommende Woche beim Masters-1000-Turnier in Paris-Bercy antritt. Sollte Thiem Paris auslassen, dann würde er sich ganz auf seine fünften ATP Finals en suite in London konzentrieren. Rublew könnte sich für dieses Finale der acht besten Saisonspieler auch noch qualifizieren und hat am Freitag einen Schritt in diese Richtung gemacht.

Auch Djokovic out

Auch der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic verlässt Wien vorzeitig als Verlierer. Mit dem Einzug ins Viertelfinale hatte er sein Hauptziel, die Nummer eins per Jahresende abzusichern, geschafft. Und so kam es am zu einer Niederlage gegen den Weltranglisten-42. Lorenzo Sonego: Der Italiener war in der Qualifikation ausgeschieden und rutschte als Lucky Loser ins Feld. Nun kämpft er am Samstag gar um den Einzug ins Finale.

Für den 17-fachen Major-Sieger Djokovic war es die höchste Zweisatz-Niederlage seiner Karriere. 2:6,1:6 nach nur 68 Minuten, keine Verletzung – dies ließ Tennis-Insider zumindest die Augenbrauen heben. Djokovic, der erstmals seit seinem Titelgewinn 2007 wieder in der Stadthalle am Start war, hat nicht gehalten, was man sich von ihm versprochen hat.

"Er hat mich einfach vom Platz geschossen, das ist alles. Es war ein sehr schlechtes Match von mir und großartig von ihm, er hat dieses Resultat verdient", erklärte Djokovic, der keinesfalls enttäuscht wirkte. "Ich bin hierhergekommen, um mehr Punkte zu holen und die Nummer-1-Position zu sichern per Ende des Jahres. Das habe ich getan", erklärte der "Djoker".

Sonego feierte seinen größten Sieg

Auch auf Nachfrage, ob genau das Erreichen dieses Ziels bei allem Respekt auch einen Effekt auf das Resultat gehabt habe, war Djokovic offen. "Es hatte einen Effekt auf mich. Wie ich gesagt habe, ich habe getan, was ich tun musste und warum ich hierhergekommen bin. Ich fahre weiter und habe kein Problem mit dem heutigen Resultat und schaue auf das nächste Kapitel."

Während Djokovic das Aus nicht belastete, freute sich Lorenzo Sonego wie ein Schneekönig. "Das war der beste Sieg meines Lebens. Novak ist die Nummer 1, aber ich habe heute so gut gespielt", jubelte der 25-Jährige nach seinem ersten Sieg über einen Top-Ten-Spieler. "Ich mag dieses Turnier, ich mag diese Bedingungen. Es ist unglaublich, ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich habe das beste Match meines Lebens gespielt", meinte er noch auf dem Court.

Sonego trifft am Samstag auf Daniel Evans (GBR), der Grigor Dimitrow (BUL) mit 7:6(3),4:6,6:3 bezwang. (APA, 30.10.2020)