Gute Zahlen bei Lenovo

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Der weltgrößte Computerhersteller Lenovo profitiert von den Veränderungen in der Arbeitswelt, die durch die Coronakrise ausgelöst wurden: Der Trend, Beschäftigte vermehrt aus dem Homeoffice heraus arbeiten zu lassen, ließ den Konzernumsatz im zweiten Finanzquartal im Vorjahresvergleich um 7 Prozent auf 14,5 Mrd. Dollar (12,4 Mrd. Euro) ansteigen. Der Reingewinn stieg gegenüber dem Vorjahr um 53 Prozent auf 310 Mio. Dollar, teilte das Unternehmen am Dienstag in Hongkong mit.

Wachstum

Auch die weiteren Aussichten sind rosig: Die Gruppe sehe "bedeutende Wachstumschancen, die die Prognosen der Analysten weit übertreffen", teilte das Unternehmen weiter mit. Lenovo ist in Deutschland nicht nur mit der eigenen Marke unterwegs, sondern produziert unter anderem auch PC und Laptops für den Aldi-Lieferanten Medion. Im Mobilfunksektor tritt der chinesische Konzern auch mit der etablierten US-Marke Motorola auf, die im Jahr 2014 von Google übernommen wurde.

In Deutschland feierte Lenovo unterdessen einen Etappensieg im erbittert geführten Patentstreit mit Nokia. Das Oberlandesgericht München setzte am Montag einen Verkaufsstopp für Lenovo-Produkte aus, den der finnische Technologiekonzern zuvor vor dem Landgericht München erwirkt hatte. In dem Streit geht es um Patente von Nokia rund um den technischen Video-Standard H.264. Das Verfahren könnte auch Auswirkungen auf den Patentstreit zwischen Nokia und Daimler haben. (APA, 3.11.2020)