Eine bunte Auswahl, die uns Apple dieses Jahr bietet.

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Auf der Keynote im Oktober kündigte Apple erstmals vier unterschiedliche iPhones gleichzeitig an. Kurz danach waren zwei davon bereits erhältlich. Das iPhone 12 und das iPhone 12 Pro. Der STANDARD berichtete. Am 13. November erscheinen nun offiziell die beiden spannendsten Geräte, weil mit dem iPhone 12 Pro Max kommt wie gewohnt die stärkste Technik zum Einsatz, das iPhone 12 Mini bietet seit längerer Zeit wieder ein richtig kleines Smartphone.

Basierend auf den ersten Tests von "The Verge", "Techcrunch" und "Engadet" haben wir die wichtigsten Fakten zusammengefasst.

iPhone 12 Mini

Smartphones werden in der Regel immer größer. Speziell die sogenannten "Flagships", in denen oft die besten Kameras und die besten Akkus verbaut werden, gibt es zumeist nur in der XXL-Variante. Apple überrascht in diesem Jahr mit einer Mini-Version, die mit 5,4 Zoll tatsächlich zu den kleinsten Geräten am Markt zählt. Größter daraus resultierender Vorteil: man kann das Gerät mit einer Hand wunderbar bedienen.

Sowohl das iPhone 12 als auch das 12 Mini erscheint in fünf Farben.
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Bei der Technik macht das Mini erfreulicherweise kaum Abstriche. Auch hier wurde der aktuelle A14 Bionic, ein OLED Screen (2340x1080, 476ppi) und Face ID verbaut. Sogar 5G unterstützt das Gerät. Die Materialien sind ident zum iPhone 12 und wirken wertig, auch wenn das Glas auf der Rückseite tatsächlich Fingerabdrücke magisch anzuziehen scheint. Auch bei den Kameras orientiert man sich am iPhone 12, d.h. eine 12 Megapixel Weitwinkel-Kamera und eine 12 Megapixel Ultrawide-Kamera sind verbaut. Auf eine Telephotolinse oder einen LIDAR-Sensor, wie bei den Pro-Modellen, muss man verzichten. Dafür funktioniert der Nachtmodus beeindruckend gut – einzig die Frontkamera scheint ein Downgrade zu den Pro-Modellen zu sein.

Kein Durchhaltevermögen

Die größte Schwäche des Mini ist tatsächlich der Akku. Vier Stunden Bildschirmzeit sind mit Anwendungen wie Youtube, Games oder Instagram möglich. Wer regelmäßig seine Social Media Kanäle abruft, Videos macht oder ein Bluetooth Gerät wie die Apple Watch verbunden hat, wird nicht durch einen ganzen Tag kommen. Menschen mit großen Händen sollten zudem nicht vergessen, dass sich auf dem kleinen Display auch nur eine klein dargestellte Tastatur zum Tippen ausgeht.

Erscheinen wird das Gerät in drei Größen, 64, 128 und 256GB. Der Preis liegt bei 799, 849 bzw. 969 Euro. Bei den Farben gibt es die Wahl zwischen Weiß, Schwarz, Blau, Mintgrün und dem Apple typischen Rot.

Fazit iPhone 12 Mini

Das iPhone 12 Mini wird all jene freuen, die ein technisch starkes Smartphone mit einer kompakten Größe zu schätzen wissen. Top Kameras, gute Verarbeitung und der schnelle Prozessor sprechen eindeutig für das Gerät. Einzig der schwache Akku lässt die Zielgruppe auf Nutzer schrumpfen, die nicht permanent am Smartphone hängen.

iPhone 12 Pro Max

Ebenfalls am 13. November erscheint das Premium-Modell iPhone 12 Pro Max, das mit 6,7 Zoll größte iPhone aller Zeiten. Mehr iPhone geht nicht, so viel kann man sagen. Ungewöhnlich: bei den Kameras hat man diesmal besser Qualität verbaut als im iPhone 12 Pro.

Speziell bei den Kameras besticht das 12 Pro Max.
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Neben einer Weitwinkel- und einer Ultraweitwinkel-Kamera gibt es noch ein Teleobjektiv. Während die Ultraweitwinkel-Kamera der des iPhone 12 Pros gleicht, sind die beiden anderen Kameras verbessert worden. Die Weitwinkel-Kamera hat zwar dieselbe f/1.6-Linse, allerdings kann der Sensor des Max weit mehr Licht einfangen und erzeugt dadurch klarere Fotos. Bei Tageslicht fallen die Unterschiede kaum auf. Erst bei Dämmerung oder generell schlechten Lichtverhältnissen merkt man die Stärken des Pro Max. Die Fotos wirken farbechter, detaillierter und weniger grieselnd.

Das Pro Max muss im Gegensatz zu anderen Smartphones aufgrund des größeren Sensors oftmals gar nicht in den Nachtmodus. Wenn es dann doch umschaltet, reduziert sich im Gegensatz zum iPhone 12 Pro die Belichtungszeit um rund zwei Sekunden, was die Chance erhöht, dass die Fotos scharf werden. Die zusätzlich verbesserte optische Bildstabilisierung im großen Modell hilft ebenfalls dabei, bessere Fotos zu machen.

Noch nie gab es so eine große Auswahl an iPhones.
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Wenige Schwächen

Das Display (2778x1284, 458dpi) verwendet wie bei den anderen iPhones dieser Generation die OLED-Technologie und zusammen mit der hohen Pixeldichte wunderbar klar. Einzig die Im Gegensatz zu Top-Smartphones anderer Hersteller niedrige 60Hz Bildwiederholrate verwundert. Zusammen mit dem noch immer fehlenden USB-C Port, sind hier für das kommende Jahr noch Verbesserungen möglich.

Bezüglich Akku braucht man sich keine Sorgen machen. Auch "heavy user" kommen durch einen langen Arbeitstag.

Erscheinen wird das Gerät in drei Größen, 128, 256 und 512GB. Der Preis liegt bei 1.249, 1.369 bzw. 1.599 Euro. Bei den Farben wählt ihr zwischen Graphit, Silber, Gold und dem neuen Pazifikblau.

Fazit iPhone 12 Pro Max

Das iPhone 12 Pro Max ist sehr, wirklich sehr groß und deshalb ist es wohl empfehlenswert, das Gerät zumindest einmal in der Hand zu halten, bevor man es bestellt. Die Technik, allen voran die vielleicht besten Kameras, die je in einem Smartphone verbaut wurden, überzeugt bis auf kleine Ausnahmen (Bildwiederholrate und weiterhin proprietärer Anschluss). Wer ein großes Smartphone sucht und sich von den rund 100 Euro Aufpreis im Vergleich zum 12 Pro nicht abschrecken lässt, findet hier seine Erfüllung.

So sehen die Phones nebeneinander aus.
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Ergänzung

Zu beiden Geräten gilt es noch zu sagen, dass wie bei allen iPhones dieser Generation keine Kopfhörer und kein Netzstecker mehr in der Packung enthalten sind. Aus "Umweltgründen", wie Apple betont. Lediglich ein Ladekabel findet sich neben dem Smartphone, das Apples Lightning-Anschluss zu USB-C bietet. (aam, 10.11.2020)