Impfpflicht zum runden Geburtstag? Die australische Airline Qantas wurde heuer 100 Jahre alt und will nun internationale Passagiere nur geimpft an Bord lassen.

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Canberra – Aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des Coronavirus will Australiens nationale Fluggesellschaft Qantas zumindest für internationale Passagiere eine Impfpflicht einführen. Sobald ein Impfstoff verfügbar sei, würden die allgemeinen Geschäftsbedingungen der Airline entsprechend angepasst, sagte Qantas-Chef Alan Joyce dem australischen Sender Nine News am Montag.

Noch nicht entschieden habe man sich in Bezug auf das weitere Vorgehen bei Inlandsflügen, aber für Interkontinentalverbindungen sei klar: "Wir werden von internationalen Reisenden verlangen, dass sie geimpft sind, bevor wir sie an Bord lassen."

Weltweite Regelung erwartet

Joyce geht nach eigenen Worten davon aus, dass seine Fluggesellschaft damit nicht alleine dasteht, sondern weltweit ähnliche Regeln eingeführt werden. "Ich glaube, das wird eine normale Sache sein, den Gesprächen mit meinen Kollegen von anderen Airlines nach zu urteilen."

Qantas wurde 1920 gegründet und ist eine der ältesten ununterbrochen tätigen Fluggesellschaften der Welt. Vor der Corona-Pandemie beförderte das Unternehmen jährlich 50 Millionen Passagiere in alle Welt. Wegen des finanziellen Einbruchs musste Qantas in diesem Jahr 6.000 seiner insgesamt 29.000 Stellen kürzen.

Anders als die Qantas will die AUA-Mutter Lufthansa von ihren Passagieren keinen Corona-Impfnachweis verlangen. Die Einführung einer derartigen Pflicht sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht geplant, erklärte am Dienstag ein Konzernsprecher in Frankfurt.

Für die jeweiligen Einreisevoraussetzungen seien zudem die nationalen Regierungen der Länder zuständig. Diese müssten zunächst einen Plan zur Verteilung der bestellten Impfdosen erstellen, sobald sie verfügbar seien. (APA, dpa, 24.11.2020)

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