Hier ein Werk von Thomas Bayrle bei der DOCUMENTA 13.

Foto: REUTERS / Ralph Orlowski

Kassel – Unbekannte haben weltweit gefälschte Einladungen zur Teilnahme an der kommenden documenta versandt. "Wir wissen von 33 solcher E-Mails", sagte eine Sprecherin der bedeutenden Ausstellung für moderne Kunst am Dienstag in Kassel. Die Schreiben seien unter anderem an Kuratoren, Museumsdirektoren und Künstler gegangen. "Über den Absender können wir bisher nur mutmaßen." Zuvor hatten die "Süddeutsche Zeitung" und "Monopol" über das Thema berichtet.

Die Herkunft der Mails sei relativ gut verschlüsselt. "Wir sind mit Experten daran, wissen aber noch nicht, wer der Absender der E-Mails ist", erklärte die Sprecherin. Es sei aber mittlerweile gelungen, eine Mailadresse, von der Schreiben versendet wurden, schließen zu lassen. Die Fälschungen seien zwar oberflächlich, aber mit Aufwand betrieben. "Es wird mit Namen des Artistic Teams hantiert in Verbindung mit Fake-Namen." Zudem finde auch eine Ansprache des Empfängers mit Bezug zu seinem Schaffen statt.

Falsche Hoffnungen

Da die Teilnahme an der documenta eine große Auszeichnung ist, können die Fälschung falsche Hoffnungen wecken: "Es gibt Künstler, die anrufen oder schreiben, um sicherzustellen, dass die Einladung echt ist und dann sind da natürlich schon Emotionen im Spiel, was wir sehr bedauern." Es entstehe so zwar kein materieller aber doch ein emotionaler Schaden. Die documenta bittet auf ihrer Homepage Empfänger solcher E-Mails, sich zu melden.

Die nächste Ausgabe der documenta findet vom 18. Juni bis 25. September 2022 in Kassel statt. Geleitet wird die Schau mit der offiziellen Bezeichnung "documenta fifteen" vom indonesischen Künstlerkollektiv Ruangrupa. (APA, 24.11.2020)