Betrüger nutzen gerne Paypals Nutzungsbedingungen aus.

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Wer im Internet handelt, greift gerne zu Paypal – der dortige Käuferschutz gibt Nutzern das Gefühl, auf der sicheren Seite zu sein. Haben sie es nämlich mit Betrügern zu tun, können sie ihre Zahlungen rückgängig machen. Allerdings gibt es einige Tücken in Paypals Nutzungsbedingungen, die von Betrügern gerne genutzt werden, wie "Heise" berichtet.

Private Überweisungen ungeschützt

Beispielsweise gilt der Käuferschutz nur bei geschäftlichen Einkäufen, nicht aber, wenn man die Funktion "Geld senden" nutzt – die ist nämlich ausschließlich dafür gedacht, Freunden etwas zukommen zu lassen. Deswegen ist sie auch kostenlos, während bei geschäftlichen Transfers 2,49 Prozent plus 35 Cent fix zusätzlich anfallen.

Manche Betrüger geben an, diesen Betrag ersparen zu wollen – und bereichern sich dann an dem zugesandten Geld. Daher sollte man als User immer skeptisch sein, auch wenn es natürlich Händler gibt, die tatsächlich die Gebühren nicht bezahlen wollen.

Vermeintliche Verkäufer

Eine weitere Masche ist der sogenannte Dreiecksbetrug: Dabei gibt sich der Betrüger als Käufer aus und erfragt beim Verkäufer die Paypal-Adresse. Dann bietet er das idente Produkt als vermeintlicher Verkäufer an – um dann einem echten Interessierten die falsche Mailadresse zukommen zu lassen. Der echte Käufer kauft das Produkt, der Verkäufer versendet es an den Betrüger – der sich dann aus dem Staub macht. Greift der betrogene Käufer dann zu Paypals Schutzmechanismen, wird letztlich der Verkäufer zum Opfer.

Beim Speditionsbetrug wird hingegen Verkäufern vorgegaukelt, sie hätten vom Betrüger hohe Speditionskosten überwiesen bekommen, die sie an eine ausländische Bank weiterleiten sollen, um hohe Versandkosten zu begleichen – in der Realität haben sie aber nie Geld via Paypal bekommen, sondern lediglich eine gefälschte Bestätigung. (red, 26.11.2020)