Die wohl bekannteste Gärtnerei der Welt liegt in Philadelphia, USA.

Foto: Reuters/Bastiaan Slabbers

Die Geschichte rund um eine Gärtnerei aus Philadelphia, die so skurril ist, dass sie fast erfunden klingt, scheint nun in die nächste Runde zu gehen. Denn aller Ansicht nach ist Four Seasons Total Landscaping seit der peinlichen Pressekonferenz des Trump-Anwalts Rudy Giuliani zum touristischen Ausflugsziel mutiert. Doch das scheint erst der Anfang zu sein.

Seit das Unternehmen weltweite Bekanntheit erlangt hat, vergehe kein Tag mehr ohne Menschenmengen vor dem Geschäft, sagt die Besitzerin, Marie Siravo, in einem Interview mit dem "Philadelphia Inquirer". Das gehe so weit, dass manch einer sogar seine Hochzeit in der viralen Gärtnerei abhalten will. Besucht man die Website des Betriebs, kann man inzwischen außerdem T-Shirts und einen Mund-Nasen-Schutz mit aufgedrucktem Firmenlogo kaufen – Fanartikel für die wohl bekannteste Gärtnerei der Welt also.

Familienfotos

Mittelpunkt – und für belustigte Zuseher wohl auch der Höhepunkt – der Veranstaltung war Giulianis Auftritt, in dem er haltlose Vorwürfe des Wahlbetrugs erhob und erst währenddessen erfuhr, dass Joe Biden zum Gewinner der Präsidentschaftswahl erklärt wurde, schreibt der "Guardian". Seither haben Fans dem Unternehmen unterschiedlichste Geschenke geschickt, von Sandwiches über Geschenkkarten und Fruchtkörbe bis hin zu Bartöl, sagt Siravo der britischen Zeitung.

Guardian News

Seitdem diente der Parkplatz außerdem als Kulisse für Familienfotos, und zwei Schwestern hielten sogar ihr gemeinsames Familienessen zur Feier des US-amerikanischen Thanksgiving-Fests auf dem Parkplatz ab. Im Vergleich dazu klingen die zahlreichen Anfragen für Fotos mit sichtbarem Firmenlogo wahrscheinlich weniger aufregend.

Das Interesse scheint seit der skurrilen Pressekonferenz auf jeden Fall so hoch zu sein, dass das Unternehmen laut dem "Guardian" bereits über 35.000 Fanartikel verkauft und somit bisher 1,3 Millionen US-Dollar an seiner neu gewonnen Berühmtheit verdient hat. (mick, 03.12.2020)