Im Bild: Meng Wanzhou.

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In das Strafverfahren der in Kanada inhaftierten Finanzchefin des chinesischen Netzwerkausrüsters Huawei kommt offenbar Bewegung. Die US-Staatsanwälte führen einem Insider zufolge Verhandlungen mit den Vertretern von Meng Wanzhou über eine Beilegung der strafrechtlichen Vorwürfe, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters in der Nacht zum Freitag. Die Festnahme von Meng in Kanada vor zwei Jahren hatte zu Spannungen in den Beziehungen zwischen den USA, China und Kanada geführt. Dem Insider zufolge wurden die Gespräche nach den US-Präsidentschaftswahlen, in denen Herausforderer Joe Biden Amtsinhaber Donald Trump schlug, aufgenommen und es ist noch unklar, welche Art von Deal am Ende getroffen werden könnte.

Nicht Teil eines größeren Deals

Die 48-jährige Meng war auf Ersuchen der USA in Kanada festgenommen worden. Die USA werfen Meng Betrug und den Bruch der Sanktionen gegen den Iran vor durch irreführende Angaben gegenüber HSBC hinsichtlich der Geschäfte einer Huawei-Tochterfirma. Sie bestreitet das. Zunächst hatte das "Wall Street Journal" über die Möglichkeit eines Ende des Verfahrens berichtet. Dem Insider zufolge sind die Verhandlungen nicht Teil eines größeren Deals mit Huawei. Erst im Februar wurden gegen den Konzern weitere Vorwürfe erhoben, wie der Diebstahl von Handelsgeheimnissen von sechs US-Technologieunternehmen. (Reuters, 4.12.2020)