Bayern-Trainer Hansi Flick: "Unser Ziel ist es absolut, drei Punkte bei uns zu behalten."

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München – Bayern-Trainer Hansi Flick hat seine Spieler vor dem Schlager der deutschen Fußball-Bundesliga am Samstag gegen RB Leipzig angestachelt. "Es geht einfach auch darum, dass Champions immer da sind, wenn sie große Spiele vor der Brust haben", sagte der 55-Jährige. "Deswegen erwarte ich von meiner Mannschaft, dass sie zeigt, dass sie wesentlich besser spielen kann als in den letzten Spielen. Wir müssen einfach bereit sein, in diesem Spiel mehr zu investieren als Leipzig."

Der Spitzenreiter könnte den Tabellenzweiten aus Sachsen mit einem Erfolg in der Allianz Arena auf fünf Zähler distanzieren. "Unser Ziel ist es absolut, drei Punkte bei uns zu behalten. Das wären Big Points", bemerkte Flick zur Ausgangslage.

Bei den Bayern fehlen neben dem verletzten Corentin Tolisso auch noch Alphonso Davies und Joshua Kimmich, die nach schwereren Blessuren noch im Aufbautraining sind. Ansonsten seien alle Spieler, auch David Alaba, an Bord. "Das ist ein gutes Zeichen", sagte Flick. Er forderte von seinem Team auch eine bessere Defensivleistung als zuletzt. "Wir sind nicht zufrieden, dass wir viele Torchancen zulassen. Leipzig ist ein Topteam und kann uns wehtun."

Nagelsmann erwartet "maximale Schärfe"

Sein Leipziger Gegenüber Julian Nagelsmann ist auf einen starken Gegner eingestellt. "Ich gehe davon aus, dass sie diese maximale Schärfe gegen uns haben werden, um im Heimspiel ihrem Platzhirsch-Dasein auch gerecht zu werden", sagte der 33-Jährige. "Wir haben eine klare Idee, eine klare Struktur. Nach meiner Fantasie eine sehr gute – und auch Erfolg versprechende."

Im zweiten Topspiel der Runde gastiert Borussia Dortmund bei Eintracht Frankfurt und muss dabei auf den verletzten Erling Haaland verzichten. Der Ausfall des Norwegers ist laut Eintracht-Coach Adi Hütter ein schwerer Schlag für den BVB. "Ich glaube, er ist definitiv in seiner Art überhaupt nicht zu ersetzen. Er schießt viele, viele Tore, wie er dazu anläuft, seine Bewegungen sind einzigartig. Das ist sicher ein Nachteil für Dortmund", sagte Hütter.

Dafür trauert Eintracht-Verteidiger Martin Hinteregger einem Duell mit dem Starstürmer nach. "Gegen Haaland, das wäre ein geiler Fight geworden", sagte der ÖFB-Teamspieler. Noch mehr stören den Kärntner die Geisterspiele aufgrund der Corona-Pandemie. "Mich trifft es am härtesten. Nicht umsonst hatte ich die beste Phase meiner Karriere in den letzten beiden Jahren hier bei der Eintracht", meinte Hinteregger angesichts der enthusiastischen Frankfurter Fans. "Aber so geht es, glaube ich, den meisten Spielern." Vielleicht gebe es einige, die es positiv finden würden, ohne Fans zu spielen, weil sie mit Druck nicht so gut umgehen könnten: "Ich bin da das Gegenteil."

Hinteregger: "Je mehr Druck, desto besser bin ich"

Hinteregger freut sich generell auf Herausforderungen. "Je mehr Druck, je mehr Verantwortung, desto besser bin ich", sagte der 28-jährige österreichische Teamspieler der "Frankfurter Rundschau". Deshalb sei ihm trotz sechs siegloser Partien auch nicht bange vor dem Spiel gegen Dortmund.

"Wir können die Großen schlagen. Wir spielen jetzt gegen Dortmund, Wolfsburg und Gladbach – danach wissen wir, ob diese These stimmt", sagte Hinteregger. "Wir wollen jetzt die Punkte sammeln, die wir gegen die Gegner liegen gelassen haben, denen wir qualitativ überlegen sind. Wir müssen auch solche Spiele gewinnen, wenn wir weiter nach oben kommen wollen." Das sei so ähnlich wie bei Borussia Dortmund: "Da sagt man auch: Die werden nicht Meister, weil sie eben genau diese Spiele nicht gewinnen." (APA; 4.12.2020)