Staatssekretär Brad Raffensperger sieht keinen Wahlbetrug im Bundesstaat Georgia.

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Washington/Atlanta – Im US-Bundesstaat Georgia gibt es entgegen Behauptungen des abgewählten Präsidenten Donald Trump keine Beweise für systematischen Wahlbetrug. "Wir haben nie systematischen Betrug gefunden, nicht genug, um die Wahl zu kippen", sagte der oberste Wahlaufseher in dem südlichen Bundesstaat, Staatssekretär Brad Raffensperger, am Sonntag dem Sender Abc.

In 250 Fällen werde mit Unterstützung von Georgias Kriminalamt ermittelt. "Aber im Moment sehen wir nichts, was den Willen der Menschen hier in Georgia umstürzen würde."

Überprüfung bestätigte Auszählung

Raffensperger entkräftete Forderungen Trumps, dass es eine Überprüfung von Unterschriften der Briefwähler geben müsse. "Wir haben immer Unterschriftenabgleiche gemacht, ich habe sogar den Unterschriftenabgleich verstärkt", sagte der Staatssekretär. Unterschriften würden doppelt geprüft: sowohl in den Anträgen auf Briefwahl als auch auf den Umschlägen mit den Stimmzetteln.

Der republikanische Amtsinhaber Trump behauptet, bei der Präsidentenwahl am 3. November durch massiven Betrug um den Sieg gebracht worden zu sein. Beweise dafür gibt es keine. Bei einem Auftritt in Georgia am Samstagabend erklärte er auch, in dem Bundesstaat gewonnen zu haben. In Wirklichkeit unterlag er dem neugewählten Präsidenten Joe Biden dort knapp. Dies wurde auch durch eine Überprüfung der Auszählung bestätigt. (APA, 6.12.2020)