Uber gibt sein Geschäft für autonomes Fahren gänzlich auf.

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Der US-Fahrdienst Uber verkauft seine Sparte für autonomes Fahren (ATG) an das auf solche Technologien spezialisierte Startup-Unternehmen Aurora. Wie beide Firmen am Montag mitteilten, wollen sie zudem gemeinsam auf den Einsatz von selbstfahrenden Autos bei Uber hinarbeiten. Zunächst will Uber-Chef Dara Khosrowshahi mit dem Verkauf aber seinem Ziel näherkommen, den Fahrdienst bis Ende 2021 auf bereinigter Basis in die schwarzen Zahlen zu steuern. "Dies bringt uns auf dem Weg zur Rentabilität maßgeblich voran", sagte Khosrowshahi der Nachrichtenagentur Reuters. Die Entwicklung der Technologie für autonomes Fahren verschlingt hohe Summen. Aurora testet bereits seine Fahrzeuge in der Region um San Francisco und Pittsburgh.

Rückgang im Vergleich

Insidern zufolge wird die Uber-Sparte ATG bei dem Geschäft mit vier Milliarden Dollar bewertet. Das ist ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu vergangenem Jahr, als ATG bei einer Finanzierungsrunde noch auf über sieben Milliarden Dollar taxiert worden war. Damals sicherte sich ATG eine Milliarde Dollar von einem Investorenkonsortium, zu dem unter anderem der japanische Autobauer Toyota gehörte. Bei dem nun vereinbarten Geschäft werde Uber zudem 400 Millionen Euro in Aurora investieren und sich so eine Beteiligung an der Firma sichern, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. (Reuters, 8.12.2020)