US-Außenminister Mike Pompeo und der Chef des militärischen Teils der sudanesischen Übergangsregierung, Abdel Fattah al-Burhan.

Foto: AP/Sudanese Cabinet

Washington – Die Entscheidung der USA, den Sudan von einer Liste staatlicher Terrorismusunterstützer zu streichen, tritt an diesem Montag in Kraft, teilte die US-Botschaft in der sudanesischen Hauptstadt Khartum mit. Der Sudan stand seit 1993 auf dieser Liste – damals mit der Begründung, dass der mittlerweile gestürzte Präsident Omar al-Bashir den Boden dafür bereitet habe, militante Gruppen zu beherbergen. Der Sudan war aufgrund der US-Maßnahme von Finanzhilfen und Investitionen abgeschnitten.

US-Außenminister Mike Pompeo habe eine Mitteilung unterzeichnet, in der es heißt, dass die Rücknahme der Einstufung des Sudan als staatlicher Terrorismusunterstützer ab 14. Dezember wirksam sei, erklärte die Botschaft.

Der Schritt erfolgt nach einer 45-tägigen Überprüfungsphase im Kongress, nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, den Sudan von der Liste streichen zu wollen. Kurz darauf wurde angekündigt, dass Israel und der Sudan beabsichtigen, ihre Beziehungen zu normalisieren. (APA, Reuters, 14.12.2020)