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Flugverzicht bedeutet nicht automatisch Verlust der Mobilität: Die australischen Emus legen oft hunderte Kilometer zu Fuß zurück – manchmal auch auf der Straße.
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"Traurig ist nur, dass der Kakapo anscheinend nicht bloß vergessen hat, wie man fliegt, sondern zudem vergessen hat, dass er vergessen hat, wie man fliegt. Ein ernstlich beunruhigter Kakapo bringt es zwar fertig, auf einen Baum zu flitzen und von oben abzuspringen, fliegt aber dann wie ein Stein und landet als wenig eleganter Haufen am Boden."

In seinem Buch "Die Letzten ihrer Art" setzte Douglas Adams dem neuseeländischen Kakapo ein Denkmal – ein humorvolles, wie man es vom Autor von "Per Anhalter durch die Galaxis" erwarten konnte. Wie viel Erinnerung an die Glorie der Luftfahrttage diesem pummeligen grünen Papagei tatsächlich noch in den Knochen steckt, ist natürlich reine Spekulation. Der Zwiespalt des Kakapos erscheint aber geradezu symbolhaft für die Vogelwelt als Ganzes. Ist doch die zweitverblüffendste Eigenschaft der Vögel – gleich nach dem Fliegen selbst – die Leichtigkeit, mit der sie das Fliegen aufgeben, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. Über 60 flugunfähige Vogelarten gibt es heute. Rechnet man die ausgestorbenen hinzu, multipliziert sich das beträchtlich.

Insgesamt, schätzen Biologen, haben Vögel öfter als tausendmal unabhängig voneinander das Fliegen eingestellt. Und diese Zahl steht sogar noch imposanter da, wenn man die beiden anderen flugfähigen Wirbeltiergruppen zum Vergleich heranzieht, die Fledermäuse und die Pterosaurier des Erdmittelalters. Zahl der flugunfähigen Fledermaus- und Flughundarten: null (von gegenwärtig mehr als 1.400). Zahl der nachgewiesenermaßen flugunfähigen Pterosaurier: ebenfalls null. Es klingt paradox, aber wenn man ein Alleinstellungsmerkmal der Vögel sucht, dann wäre es nicht das Fliegen, sondern der Flugverzicht.

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Fliegen undenkbar: Donnervögel wie Dromornis und Bullockornis, die "Demon Duck of Doom", waren die schwersten Vögel aller Zeiten.
Illustration: Science Photo Library / picturedesk.com

Dieser Trend zurück zum Boden hat möglicherweise schon sehr früh eingesetzt. Die Urahnen der Vögel erlernten vor etwa 160 Millionen Jahren das Fliegen. Die klassische Vorstellung von einem einzigen Urvogel – ob Archaeopteryx oder ein anderer – ist in jüngerer Vergangenheit aber zunehmend erodiert. Fossilienfunde deuten auf ein etwas komplexeres Bild hin: nämlich das einer artenreichen Verwandtschaftsgruppe kleiner, gefiederter und auf zwei Beinen laufender Dinosaurier, aus der mehrere Arten unabhängig voneinander abhoben. Einige Dinos aus späterer Zeit, die definitiv nicht fliegen konnten, werden dieser Gruppe mittlerweile ebenfalls zugerechnet. Was die erstaunliche Möglichkeit eröffnet, dass so mancher laufende Dinosaurier von fliegenden Ahnen abstammen könnte und der Flugverzicht damit fast so alt wäre wie das Fliegen selbst.

Auf in neue Lebensräume!

Gesichert ist, dass es in der Kreidezeit eine Reihe flugunfähiger Vögel gab, etwa den straußengroßen Läufer Gargantuavis oder die schwimmenden Hesperornithen, die wie Kormorane mit Zähnen im Schnabel aussahen. Solchen Pionieren sollten im darauffolgenden Erdzeitalter unzählige andere folgen. Denn nachdem der Asteroideneinschlag vor 66 Millionen Jahren so gut wie alle Großtiere von der Bühne gefegt hatte, setzte in der Vogelwelt buchstäblich ein Run auf das Leben am Boden ein.

Die Seriema ist die letzte Überlebende einer einstmals gefürchteten Vogelgruppe. Unter Zoobesuchern sorgt sie aber nur dann für Schrecken, wenn sie sich für ein Sonnenbad auf den Boden geworfen hat und dabei aussieht, als wäre sie tot.
Foto: APA/AFP/PHILIPPE HUGUEN

Im Südamerika-Park von Schönbrunn wieselt mit der Seriema ein eineinhalb Kilo leichter Vogel zwischen Wasserschweinen und Vikunjas umher, die allesamt um ihr Leben rennen müssten, wenn dessen ausgestorbene Großonkel und -tanten zu Besuch kämen. Die Seriema ist nämlich der letzte lebende Verwandte der berühmt-berüchtigten Terrorvögel oder Phorusrhaciden. Die arbeiteten sich in Südamerika vor etwa 60 Millionen Jahren an die Spitze der Nahrungspyramide und hielten diese auch bis vor mindestens zwei Millionen Jahren. Die größten unter ihnen waren mit Körperhöhen von zweieinhalb bis drei Metern viel zu schwer zum Fliegen. Die Seriema, die nur unter Insekten und anderen Kleintieren Terror verbreitet, kann zwar fliegen – aber weder macht sie es gerne, noch ist sie gut darin.

Zeitgleich mit den ersten Terrorvögeln stakste im Norden der Welt Gastornis durch die Wälder, eine Art Zwei-Meter-Gans. Die Gruppe der Hühner- und Gänsevögel hat über die Jahrmillionen hinweg immer wieder ihren Hang zum Gigantismus unter Beweis gestellt. Am kolossalsten in Form der australischen Donnervögel wie Dromornis oder Bullockornis, die es auf drei Meter Höhe und eine halbe Tonne Masse bringen konnten. Die letzten Vertreter dieser Mega-Gänse dürften noch auf die ersten Menschen getroffen sein, die nach Australien kamen – aller Wahrscheinlichkeit nach eine fatale Begegnung.

Pinguine können nicht fliegen? Das grenzt an üble Nachrede. Sie haben es nur von der Luft ins Wasser verlegt und dabei kaum an Tempo eingebüßt. Ein Eselspinguin bringt es auf 36 km/h.
Foto: Getty Images/VMJones

Noch schneller als Terrorvögel und Gänse waren nach dem großen Einschnitt vor 66 Millionen Jahren wohl nur die Pinguine aus der Luft. Eine australische Studie zeigte 2019, dass die kreidezeitlichen Urpinguine noch flogen, nach dem Asteroideneinschlag aber verblüffend schnell auf ihre heutige Lebensweise umswitchten. Zu der allerdings – Ehre, wem Ehre gebührt – in gewissem Sinne immer noch das Fliegen gehört. Anders als andere Wasservögel schnellen Pinguine nämlich nicht per Beinantrieb durchs Wasser, sondern indem sie mit ihren durchaus kräftigen Flügeln schlagen. Man könnte sagen, sie fliegen immer noch – sie haben nur das Medium gewechselt.

Eine schöne, aber falsche Theorie

Lässt man all die bodengebundenen Einzelkämpfer aus so unterschiedlichen Gruppen wie Tauben, Papageien, Kormoranen, Eulen oder Falken einmal außer Acht, bleibt noch eine große Gruppe, die sogar nach ihrer Flugunfähigkeit benannt wurde: die Laufvögel. Die sind zudem ein wunderbares Beispiel dafür, wie der Hausverstand manchmal für das Verständnis der Welt vollkommen unzureichend sein kann.

Alle heutigen Laufvögel – Strauß, Nandu, Emu, Kasuar und Kiwi – leben auf der Südhalbkugel, das Gleiche galt für die ausgestorbenen Moas und die Elefantenvögel von Madagaskar. Da leuchtete die Idee ein, dass sie alle von einem Ur-Laufvogel abstammen müssten, der auf dem Südkontinent Gondwana lebte und sich nach dessen Zerfall in unterschiedliche Arten auf den jeweiligen Fragmenten aufspaltete. Allerdings hat man inzwischen auch auf der Nordhalbkugel vereinzelte Fossilien von Laufvögeln gefunden. Zudem zeigten DNA-Analysen, dass der nächste Verwandte des Kiwis nicht der Moa war, also sein unmittelbarer Nachbar auf Neuseeland, sondern der Elefantenvogel am anderen Ende der Welt.

Tinamous sind die einzigen Vertreter der Laufvogelverwandtschaft, die noch ansatzweise fliegen können – mit Betonung auf "ansatzweise".
Foto: imago/Nature Picture Library

Das lässt nur einen Schluss zu: Die ursprünglichen Laufvögel sind nicht auf den Fragmenten Gondwanas um die Südhalbkugel gesurft, sondern geflogen. Eine schwache Ahnung davon geben heute noch die mittlerweile ebenfalls zur Laufvogelverwandtschaft gezählten Steißhühner oder Tinamous aus Südamerika. Die stellen sich in der Luft sogar noch ungeschickter an als die Seriemas. Aber immerhin zeigen sie, dass auch diese Vogelgruppe einmal fliegen konnte. Was zu einer Erkenntnis führt, bei der der Hausverstand aushakt: Eine Gruppe von Vögeln flog um die Welt und gab dann an fast jedem Ort, den sie erreichte, das Fliegen auf – eine Kette unabhängig voneinander stattfindender und sich dennoch im Resultat wiederholender Ereignisse. Wie ist ein derart unwahrscheinlich wirkendes Szenario möglich?

Die große Kosten-Nutzen-Rechnung

Energieverbrauch ist das Schlüsselwort. Wer mit weniger Energie auskommt, respektive aus dem vorhandenen Nahrungsangebot mehr Energie gewinnen kann als andere, hat im evolutionären Wettstreit die besseren Karten. Fliegen erscheint da wie eine extravagante Ausnahme von der Regel. Denn die Flugfähigkeit brachte den Urvögeln zwar eine Menge Vorteile ein: etwa die Möglichkeit, Fressfeinden am Boden zu entkommen, oder die Ausbreitung über viel weitere Entfernungen, als die Fußgänger unter den Tieren zurücklegen könnten. Aber eines ist Fliegen gewiss nicht: billig. Aktives Fliegen durch Flügelschlag, wohlgemerkt.

Gleiten gilt nicht. Alle möglichen Tierarten können durch die Luft gleiten, indem sie irgendeinen Körperteil abspreizen – selbst solche, die scheinbar gar nichts zum Abspreizen haben. Kaum ein Tier scheint weniger lufttauglich zu sein als eine Schlange, aber mit den südostasiatischen Schmuckbaumnattern hat sogar die Schlangenwelt ihre Aeronauten hervorgebracht. Die Tiere katapultieren sich aus dem Geäst, machen ihren Körper mit eingezogenem Bauch und aufgeklappten Rippen zur Tragfläche und segeln so über Dutzende Meter hinweg von Baum zu Baum. Gleitflug ist also relativ billig zu haben.

Kontrollierter Flug mittels Flügelschlag ist da schon eine ganz andere Nummer. Beim Fliegen verbrennen Vögel gut zehnmal mehr Kalorien als beim Laufen, und das ist gewissermaßen nur der Spritpreis. Dazu kommen noch die Instandhaltungskosten, immerhin muss der zum Fliegen notwendige Muskelapparat laufend mitversorgt werden, um im Bedarfsfall einsatzbereit zu sein.

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Wenn Vögel das Fliegen aufgeben, können sie zu Riesen heranwachsen – aber sie müssen nicht. Die Atlantisralle wiegt gerade einmal 40 Gramm.
Foto: Martim Melo / Action Press / picturedesk.com

Dass auf diesen beträchtlichen Aufwand nur allzu gerne verzichtet wird, zeigte eine Studie US-amerikanischer Forscher im Jahr 2016. Das Team um die Biologin Natalie Wright untersuchte Vogelpopulationen auf Inseln – also dort, wo Vögel am häufigsten das Fliegen aufgeben. Dabei zeichnete sich ein durchgängiger Trend quer durch die gesamte Vogelwelt ab: Sämtliche untersuchten Spezies hatten eine schwächer ausgebildete Flugmuskulatur als ihre Verwandten auf dem Festland, wo es eine wesentlich höhere Dichte an räuberischen Säugetieren gibt. Wo diese aber fehlen, besteht auch keine Notwendigkeit für Blitzstarts mehr, um ihnen zu entkommen. Vögel nutzen dies offenbar sofort, um ihre gepimpte Muskulatur wieder abzurüsten und Energie zu sparen.

Vögel, die ohnehin am Boden nach Nahrung suchen, können das bis zur letzten Konsequenz weitertreiben. Darum sind in der Liste der flugunfähigen Spezies manche Vogelgruppen auffallend häufig vertreten – etwa Hühner- und Gänsevögel oder Rallen. Zwar bilden auch jene Arten, die in der Luft bleiben, auf Inseln ihre Flugmuskulatur zurück. Doch tun sie dies nur bis zu einem gewissen Grad. Wenn das Fliegen untrennbar mit dem Nahrungserwerb verbunden ist, können sie den letzten Schritt nicht gehen.

Kolibris etwa – eine der wenigen Vogelordnungen, die keinen einzigen flugunfähigen Vertreter hervorgebracht haben – leben davon, Nektar aus Blüten zu schlürfen. Um vor ihrer Zapfsäule in der Luft stehen zu können, schlagen sie bis zu 50-mal pro Sekunde mit den Flügeln. Das verursacht horrende Energiekosten, aber was sein muss, muss sein. Solange keine Saftbar am Boden eröffnet, werden aus Kolibris keine Fußgänger werden.

I mecht so gern landen

Unwillkürlich drängt sich da die Frage auf: Wenn das Energiespargebot so allgemeine Gültigkeit hat – warum sind dann die Fledermäuse nicht davon betroffen? Und warum galt es für die Pterosaurier nicht? Auch diese Flieger sind weit herumgekommen, haben also ebenfalls Inseln erreicht, wo Räuber fehlten, und hätten sich dort gemütlich niederlassen können. Dennoch konnten sie vom Fliegen nie die Finger lassen.

Am Nahrungserwerb auf dem Boden kann es nicht gescheitert sein. Der ist bei Fledermäusen zwar ein Minderheitenprogramm, aber es gibt Beispiele. Vampirfledermäuse etwa ernähren sich vom Blut großer Säugetiere, und sie landen nicht direkt auf ihrer Beute, sondern krabbeln vom Boden aus an ihr hoch. Und die Kleine Neuseelandfledermaus jagt Insekten mindestens so häufig am Boden wie in der Luft. Trotzdem heben beide Spezies nach jeder Mahlzeit wieder ab.

Verdammt zum Weiterfliegen: Ihre etwas andere Flügelkonstruktion macht es den Fledermäusen und Flughunden so gut wie unmöglich, den Vögeln auf den Boden zu folgen.
Foto: APA/EPA/WALLACE WOON Schlagwörter:

Was also hält Fledermäuse so unerbittlich in der Luft? Es ist ihre Anatomie, die in einem entscheidenden Punkt von jener der Vögel abweicht, erklärt der Evolutionsbiologe David Earl Alexander von der Universität Kansas. Bei Vögeln sind die fliegende und die terrestrische Fortbewegung gänzlich entkoppelt. Die Beine spielen für den eigentlichen Akt des Fliegens keine Rolle und sind daher nach ihren eigenen Anforderungen modifizierbar. Soll heißen: Sie lassen sich bereits fürs Rennen, Hüpfen, Stelzen oder Paddeln optimieren, bevor der Vogel noch in die Verlegenheit kommt, aufs Fliegen eventuell zu verzichten. So fällt ein Umstieg leicht.

Bei den Fledermäusen (und vor ihnen bei den Pterosauriern) sieht das ganz anders aus. Sie haben Flughäute, und die setzen auch an den Hinterbeinen an. Da sie integraler Bestandteil des Flugapparats sind, haben die Beine also nur geringen Entwicklungsspielraum: Je mehr sie zur Lauftauglichkeit umgeformt werden, desto weniger können sie beim Fliegen mithelfen. Im Extremfall stünden Fledermäuse vor dem Dilemma, eine bewährte Fortbewegungsweise in den Wind zu schießen, bevor sie noch eine effiziente Alternative zur Hand hätten. Das ist zwar nicht undenkbar, aber doch sehr unwahrscheinlich, sagt Alexander. Die evolutionäre Latte liege für Fledermäuse einfach höher als für Vögel – hoch genug offenbar, dass bis heute keine einzige Fledermausart darüber hinweggeflattert ist.

Die Einbahnstraße nach unten

Der Vorteil der Vögel wandelt sich aber umgehend zum Nachteil, wenn ein neuer Faktor die bisherige Kosten-Nutzen-Rechnung vollkommen über den Haufen wirft. Dann nämlich, wenn im raubtierfreien Paradies die unvermeidliche Schlange auftaucht. Oder noch schlimmer: Homo sapiens und sein vierbeiniger Hofstaat. Zahlreiche Vogelarten können kein Lied mehr davon singen, was geschieht, wenn Menschen, Hunde, Katzen, Ratten, Schweine, Frettchen und Mäuse dort anlanden, wo flugunfähige Vögel zuvor in Ruhe brüten konnten.

Der Kakapo ist der kurioseste aller heute lebenden Papageien. Dass er nicht fliegen kann, hat ihn an den Rand des Aussterbens gebracht.
Foto: imago images / Nature Picture Library

Der Kakapo gilt heute ebenso als bedroht wie der Kiwi und andere flugunfähige Vögel auf kleinen Landmassen. Und die haben noch das Glück, dass es inzwischen auch Menschen gibt, die sich um ihren Erhalt bemühen. Für den arktischen Riesenalk ist die Artenschutzbewegung ein Jahrhundert zu spät gekommen. Vor ihm erwischte es unter anderem den Dodo von Mauritius, die Moas von Neuseeland, die Moa-Nalos – truthahngroße Enten – von Hawaii und die Elefantenvögel Madagaskars. Früher oder später wird fast jeder Lebensraum von Räubern erreicht, dann kann sich der eben noch ökonomisch sinnvoll erscheinende Flugverzicht rasch als tödliche Sackgasse erweisen.

Drum prüfe, wer sich ewig an den Boden bindet: Diesen Weg schlägt man nicht nur für sich selbst, sondern auch für sämtliche Nachfahren ein. Denn im Lauf der Jahrmillionen haben zwar unzählige Vogelarten das Fliegen aufgegeben. Doch soweit man weiß, hat es bis heute keine einzige davon jemals wieder erlernt. Auch wenn es der Kakapo vielleicht noch nicht so ganz wahrhaben will. (Jürgen Doppler, 26. 12. 2020)