Dem Ziegelhersteller Wienerberger geht es trotz Corona wirtschaftlich gut.

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Wien – Der börsennotierte heimische Ziegelhersteller Wienerberger übernimmt in den USA um 250 Millionen Dollar (204,15 Millionen Euro) den Fassadenspezialisten Meridian Brick. Mit der Übernahme werde man den Umsatz in Nordamerika auf über 800 Millionen Dollar verdoppeln, teilte Wienerberger am Freitag mit. Meridian hat seinen Sitz in Georgia und bietet seine Fassadenprodukte auch in Kanada an. Das Unternehmen beschäftigt über 1.000 Mitarbeiter in 20 Werken und macht mehr als 400 Millionen Dollar Umsatz.

Bereits im August gab das Unternehmen bekannt, dass es besser als erwartet durch das Corona-Jahr komme. Für 2020 erwartet das Unternehmen einen Wert an der oberen Bandbreite von 480 bis 500 Millionen Euro, wie es Ende September anlässlich des Capital Markets Day mitteilte.

In den kommenden Jahren will Wienerberger sowohl organisch wachsen als auch Akquisitionen machen, so Konzernchef Heimo Scheuch Ende September. Bis 2023 peilt das Unternehmen ein zusätzliches Ebitda von 135 Millionen Euro an – zusätzliche Beiträge aus Übernahmen und "jegliches Marktwachstum/-erholung" seien hier noch nicht berücksichtigt. Der zusätzliche Ebitda-Beitrag enthält laut Wienerberger 20 Millionen Euro aus dem noch ausstehenden konzerninternen Sparprogramm "Fast Forward". Im August hatte das Unternehmen gesagt, dass das Sparprogramm heuer rund 30 Millionen bringen soll und sich 20 Millionen verzögern könnten. (APA, 18.12.2020)