Russlands Inlandsgeheimdienst FSB (Symbolbild) hat nach eigenen Angaben einen Anschlag der Jihadistenmiliz IS in Dagestan vereitelt.

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Moskau/Machatschkala – Russlands Inlandsgeheimdienst FSB hat nach eigenen Angaben einen Anschlag der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) in der Kaukasusrepublik Dagestan vereitelt. IS-Mitglieder hätten in der Regionalhauptstadt Machatschkala einen Bombenanschlag in der Nähe eines Gebäudes der Sicherheitsbehörden sowie einen bewaffneten Angriff auf Mitarbeiter des Innenministeriums geplant, teilte der FSB am Samstag mit. Vier "Mitglieder der internationalen Terroristengruppe IS" seien in Haft.

Ermittler hätten Schuss- und Stichwaffen sowie "eine große Menge Munition und einen Sprengsatz" sichergestellt, hieß es weiter. Zudem seien Mobiltelefone beschlagnahmt worden, über die die Verdächtigen Kontakt zu den Organisatoren des Anschlags gehalten hätten.

Der IS hat in Russland wenig Einfluss. In den von Instabilität geprägten südrussischen Kaukasusrepubliken Tschetschenien, Dagestan und Inguschetien gibt es aber immer wieder islamistische Anschläge. Erst vor rund zehn Tagen hatten Polizisten in Tschetschenien zwei Angreifer erschossen, die offenbar Sicherheitskräfte angreifen wollten. (APA, AFP, 26.12.2020)