IM INLAND

Freitesten, Impfen und Lockdownende:

Österreich startet in einem harten Lockdown ins neue Jahr. Sein Ende ist für den 24. Jänner geplant. Eine Woche zuvor sollen sich die Menschen freitesten können. Wer die Tests kontrollieren soll, ist noch unklar. Regeln dafür sollen laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) Anfang Jänner präsentiert werden. Bis zum Sommer ist die Corona-Impfung für alle geplant. 2021 soll auch der e-Impfpass den derzeitigen Papier-Impfpass ersetzen.

Landtagswahl in Oberösterreich

Im Herbst steht in Oberösterreich die einzige verbliebene Koalition der ÖVP mit der FPÖ am Prüfstand. St. Pölten wählt am 24. Jänner einen neuen Gemeinderat und Bürgermeister. Am 28. Februar hält Kärnten seine Kommunalwahlen ab und im Mai finden die ÖH-Wahlen statt.

Studierende müssen bald mehr auf die Zeit achten.
Foto: APA/ROLAND SCHLAGER

Mindeststudienleistung an Unis

Studienanfänger müssen ab dem Wintersemester 2021 in den ersten beiden Jahren mindestens 24 ECTS-Punkte schaffen, sonst erlischt die Zulassung. Kettenverträge für Mitarbeiter können künftig höchstens zweimal verlängert werden. Das neue Universitätsgesetz muss noch im Nationalrat beschlossen werden.

Laptops und Ethik für Schüler

Schüler der fünften und sechsten Schulstufe bekommen im Herbst 2021 verbilligte oder gratis Laptos oder Tablets. Schüler, die keinen Religionsunterricht besuchen haben ab 2021 verpflichtend Ethikunterricht.

Hilfe gegen Hasspostings

Opfer von Hass im Netz können ab 2021 leichter eine Unterlassungsklage einleiten und in wenigen Tagen eine Löschung erreichen. Große Kommunikationsplattformen müssen jetzt einfache Wege zur Löschung rechtswidriger Inhalte anbieten.

Strengeren Strafen für Raser

Bei den Rasern soll der Strafrahmen auf 5.000 Euro erhöht und die Führerscheinentzugsdauer verdoppelt werden. Radar- und Laserblockern werden künftig eingezogen. Und ab dem Frühjahr 2021 soll es möglich sein, den Führerschein am Handy gespeichert mitzuführen, wenn dieser noch nicht abgenommen wurde.

Führerschein für Drohnen

Drohnenbesitzer können 2021 einen Online-Führerschein machen, mit dem Drohnen im gesamten EU-Luftraum gesteuert werden dürfen. Zudem wird die verpflichtende Registrierung für einfache Drohnen billiger – mit rund 30 statt bisher 300 Euro.

Günstigere Tampons

Für Binden, Tampons und andere Periodenprodukte beträgt die Steuer ab 1. Jänner nur noch zehn statt 20 Prozent. Damit werden sie zu Produkten des täglichen Bedarfs.

Nachtzug nach Paris

Ab Dezember 2021 geht ein neuer ÖBB-Nightjet von Wien nach Paris. Im März 2021 wird auch eine neue Nachtzugverbindung von Wien und Innsbruck nach Amsterdam angeboten. (ruep)

Verabschiedet sich aus der Politik: Angela Merkel.
Foto: AP

INTERNATIONAL

Der Brexit und die EU

Ab dem Neujahrstag 2021 ist Großbritannien nicht mehr Teil des EU-Binnenmarkts und der Zollunion. Stattdessen tritt vorläufig das mühsam erkämpfte Handelsabkommen in Kraft (s. Seite 17). Die EU muss sich nun anderen Aufgaben widmen: Die Covid-19-Pandemie, Migration, der Green Deal und der Finanzrahmen bis 2027 stehen auf dem 18-Monate-Programm des Europäischen Rates. Zum neuen Jahr übernimmt Portugal die Ratspräsidentschaft, im zweiten Halbjahr Slowenien.

Machtwechsel in den USA

Am 6. Jänner zertifiziert der US-Kongress die Ergebnisse der Abstimmung der Wahlleute. Erst danach gelten Joe Biden und seine Vize Kamala Harris offiziell als gewählt. Zwei Wochen später findet die feierliche Angelobung statt – aufgrund der Pandemie ohne Menschenmassen vor dem Kapitol. Auch ob der scheidende Präsident Donald Trump, wie es üblich wäre, anwesend sein wird, ist bisher offen.

Ende der Ära Merkel

Bundeskanzlerin seit 2005, Bundesvorsitzende der CDU von 2000 bis 2018, Rückzug 2021: Mit der Bundestagswahl, die voraussichtlich am 26. September stattfinden wird, legt Angela Merkel ihre politischen Ämter nieder. Mitte Jänner wird auch der Vorsitzende der CDU neu gewählt. Zur Wahl stehen Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen.

Gipfeltreffen der Golfstaaten

Am 5. Jänner findet ein Gipfeltreffen der Mitgliedsstaaten des Golfkooperationsrats (GCC) statt. Seit 2017 wird Katar von Saudi-Arabien, Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Ägypten, das nicht Mitglied des Rates ist, boykottiert. Das "Quartett" stört sich an den Beziehungen Katars zum Iran und zur Türkei. Interessiert an einem Ende dieses Zwists sind vor allem die USA. Nach einem Besuch Jared Kushners in Katar und Saudi-Arabien mehrten sich dort versöhnliche Töne. Ob es gelingt, die Kluft tatsächlich zu schließen, könnte der Gipfel weisen.

Neuerliche Wahlen in Israel

Israel wählt 2021 ein neues Parlament und bekommt einen neuen Präsidenten. Nachdem die von Spannungen geprägte Koalition von Benjamin Netanjahu (Likud) und Benny Gantz (Bündnis Blau-Weiß) zerbrach, geht das Land im März in die vierten Neuwahlen in zwei Jahren. Parallel endet auch die Amtszeit von Staatspräsident Reuven Rivlin: Die Knesset wählt voraussichtlich im Sommer einen Nachfolger. (rio)


Ab 2021 ändern sich die Regeln für Corona-Hilfen.
Foto: APA/dpa/Arne Dedert

IN DER WIRTSCHAFT

Mehr Geld für Gemeinden

Das neue Jahr bringt eine Finanzspritze für Gemeinden. Für diese wird die Regierung das Corona-Hilfspaket um 1,5 Milliarden Euro aufstocken, wobei eine Milliarde davon als Vorschuss gewährt wird. Gemeinsam mit der bereits zur Verfügung gestellten Gemeindemilliarde sollen insgesamt 2,5 Mrd. Euro für Städte und Kommunen für laufende, aber auch zukünftige Investitionen zur Verfügung gestellt werden.

Umsatzersatz läuft aus

Unternehmen, die direkt oder indirekt von den Corona-Maßnahmen der Regierung betroffen sind, hatten im November und Dezember Anspruch auf Umsatzersatz. Die Beantragungsfrist wurde auf den 20. Jänner ausgeweitet. Danach können betroffene Unternehmen nur mehr den Fixkostenzuschuss und Verlustersatz in Anspruch nehmen.

Schutzschild für Veranstalter

Die EU-Kommission hat für den von der Regierung angekündigten "Schutzschirm" für Veranstalter ihr Okay gegeben. Wird eine Veranstaltung Corona-bedingt abgesagt oder kann sie nur eingeschränkt stattfinden, können damit jene Ausgaben, die nicht stornierbar sind, bis zu einer Höhe von einer Million Euro ersetzt werden.

NoVA für dicke Autos steigt

Die Regierung erhöht nach 2020 auch 2021 die Normverbrauchsabgabe (NoVA). Dicke Autos werden teurer. Auch bisher von der Abgabe befreite Klein-Lkws, wozu auch SUVs, Pick-ups und Vans zählten, müssen ab 2021 die Abgabe leisten. Im Sinne einer Ökologisierung werden von den umweltfreundlichen Gefährten nunmehr explizit nicht nur Elektrofahrzeuge NoVA-befreit, sondern zum Beispiel auch mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge. (red, APA)


AUF DER BÖRSE

Privatinsolvenzen werden reformiert

Die Privatkonkurse müssen in Österreich aufgrund der EU-Richtlinie über Restrukturierung und Insolvenz bis Mitte Juli neu geregelt werden. Die Richtlinie sieht eine Entschuldung in drei Jahren für Konkurse als Folge unternehmerischer Tätigkeit vor. Derzeit beträgt die Dauer in Österreich fünf Jahre. Ob die dreijährige Verfahrensdauer auch für andere Überschuldungsgründe angewendet wird, bleibt der nationalen Gesetzgebung überlassen.

Dax wird auf 40 Indexmitglieder erweitert

Ab September 2021 wird der deutsche Leitindex Dax 40 statt bisher 30 Werte umfassen. Zudem wird die Mitgliedschaft in der obersten deutschen Börsenliga an strengere Voraussetzungen geknüpft. Der erst vor wenigen Jahren auf 60 Unternehmen erweiterte Nebenwerteindex MDax soll wieder auf 50 Firmen schrumpfen.

Lackierung der 20-Euro-Banknote

Wer im nächsten Jahr einen 20-Euro-Schein in die Hände bekommt, könnte kurz stutzig werden: Die Banknoten fühlen sich glatter an, weil nun auch der Zwanziger mit einem Speziallack überzogen wird, um die Geldscheine haltbarer zu machen. Ab 2021 werden nur noch beschichtete 20-Euro-Banknoten hergestellt, sodass unbeschichtete Geldscheine nach und nach aus dem Bargeldkreislauf verschwinden werden. (red)


Ob Ikone Lauryn Hill wohl nach Wien kommen kann?
Foto: AP

IN DER KULTUR

Theater

Am 23.1. eröffnet Kay Voges sein rundum saniertes Volkstheater in Wien, u. a. mit Jandl und Bernhard, später folgen Lydia Haider und Florentina Holzinger. Hoffentlich wieder unter normalen Öffnungszeiten inszeniert auch Frank Castorf im Februar am Burgtheater Handkes Zdeněk Adamec. Das Landestheater Linz spielt Sargnagel (30.1.).

Buch

Monika Helfer erzählt von Vati, Franzobel von der Eroberung Amerikas (je 25.1.), David Schalko von Bad Regina (14.1.). Bernardine Evaristo bekam 2019 für Mädchen, Frau etc. (23.1.) als erste Schwarze den Booker-Preis. Auch melden sich Boyle (25.1.), Ransmayr (24.3.), Kracht (4.3.).

Pop

Nix ist fix, aber zumindest sind neue Alben von den Sleaford Mods (15.1), slowthai und den Foo Fighters (beide am 5.2.) angekündigt. Noch terminlos, aber wahrscheinlich sind Releases von Rihanna, Adele oder St. Vincent. Im März sollen Avril Lavigne, im Mai Céline Dion und im Juni Wanda in die Wiener Stadthalle kommen. Besondere Freude wird ein Auftritt von Ms. Lauryn Hill in der Metastadt bereiten, so Impfung will.

Klassik und Jazz

Kehrt eine gewisse "Normalität" zurück, steht dem spannenden Parsifal an der Staatsoper (1.4., Regie Kirill Serebrennikov) nichts im Wege. Auch der Salzburger Don Giovanni (Regie: Romeo Castellucci) wird dann glänzen (26.8.). Jazzfreunden empfiehlt sich das Porgy & Bess, wo (18.7.) mit Ambrose Akinmusire einer der spannendsten Köpfe des Heutejazz gastiert.

Film

Der Schatten von 2020 wird noch eine Zeit lang zu spüren zu sein: eine Oscar-Gala mit Streamingkandidaten im April, dann auch erst der neue Bond, wenn es dabei bleibt – begleitet von einer Flut an Neustarts liegengebliebener Blockbuster von Black Widwow bis Dune. Die Festivals rücken in Richtung Sommer mit neuen Highlights, Filme von den Coen-Brüdern, Paul Thomas Anderson oder Céline Sciamma sind möglich.

Kunst

Viele der abgesagten Ausstellungen können 2021 nachgeholt werden. Darunter Highlights wie Die Frauen der Wiener Werkstätte im Mak, Modigliani – Picasso in der Albertina, Yinka Shonibare im Museum der Moderne Salzburg oder Tizian im KHM. Außerdem man kann man sich auf Einzelpositionen von Otobong Nkanga im Kunsthaus Bregenz sowie Joseph Beuys im Belvedere 21 freuen. (red)


Der Traum vom Flug zum Mars wird auch 2021 weitergeträumt.
Foto: imago images/ZUMA Press

IN DER WISSENSCHAFT

Viel Besuch am Roten Planeten

Wissenschaft lässt sich nicht vorhersagen – und das ist auch gut so. So bleibt sie frei von Erwartungen und kann zufällig bahnbrechende Entdeckungen liefern. Die wenigen Dinge, die man schon heute zum Jahr 2021 sagen kann, betreffen Großprojekte, mit denen Wissenschafter das Universum besser erkunden wollen: Gleich mehrfach bekommt deshalb der Rote Planet Besuch von der Erde – freilich noch von keinen Menschen, sondern von Technologien. Im Februar 2021 soll mit "Perseverance" der nächste Nasa-Rover auf dem Mars landen. Der Roboter wird nach Spuren früheren mikrobiellen Lebens suchen und die Geologie des Planeten erforschen und zu diesem Zweck Proben von Steinen und Staub nehmen.

Bei der Erforschung des Mars mischen aber längst nicht nur die USA und Europa, sondern auch die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) mit. Im Juli 2020 hatte der Golfstaat als erste arabische Nation eine Raumsonde zum Mars gesandt. Sie soll ebenfalls im Februar in eine Umlaufbahn einschwenken und das erste Bild des Mars-Klimas über ein komplettes Mars-Jahr (das sind 687 Tage) erfassen. Schließlich wird auch eine chinesische Mission den Roten Planeten erreichen: Tianwen-1 (zu Deutsch: "Himmelsfrage") wird nach Wasser und Lebenszeichen suchen. Der Grund für den enormen Andrang: Im vergangenen Sommer gab es eine günstige Konstellation von Erde und Mars, um Sonden, Orbiter, Rover unbeschadet zum Roten Planeten zu bringen.

Zwei neue Megateleskope gehen an den Start

First Light (Erstes Licht), das ist der fast poetische Name für den Moment, auf den Ingenieure und Wissenschafter beim Bau eines neuen Teleskops gewartet haben. Erstmals fällt das Licht eines Gestirns auf die Spiegel des neuen Instruments zur Himmelsbeobachtung. Für das seit 2011 in Bau befindliche Vera C. Rubin Observatory auf dem 2682 Meter hohen El-Peñón-Gipfel des Cerro Pachón in Chile wird First Light für 2021 vorhergesagt. Mit dem Teleskop will man die zehnjährige Legacy Survey of Space and Time durchführen, dabei mehr über Dunkle Materie und Dunkle Energie sowie über Asteroide und die Struktur der Milchstraße in Erfahrung bringen.

Im Oktober wird das James-Webb-Teleskop starten.
Foto: AP

Der wissenschaftliche Vollbetrieb des Observatoriums beginnt aus heutiger Sicht erst 2022. Relativ fix scheint nach häufigen Verschiebungen der Start des zweiten großen Teleskopprojekts 2021 zu sein: Für den 31. 10. ist der Start des neuen James-Webb-Teleskops geplant. Das 8,5 Milliarden Euro schwere technische Meisterstück soll eine Revolution bei der Suche nach dem Licht der ersten Sterne nach dem Urknall ermöglichen. Exoplaneten können so nicht nur gefunden werden: Mithilfe des Teleskops, eines Gemeinschaftsprojektes von der US-Weltraumagentur Nasa sowie ihrem europäischen (Esa) und ihrem kanadischen Pendant (CSA), kann auch die Struktur ihrer Atmosphäre beschrieben werden.

Corona – und was kommt dann?

Virologen, die schon seit mehreren Jahren vor der Gefahr einer Pandemie warnen, fordern, weltweit mehr Mittel in die Erforschung von Viren zu investieren – um das mögliche Gefahrenpotenzial für weitere kleine und große Ausbrücke zu erkennen und regional zu differenzieren. Dabei müssten Staaten über Landesgrenzen hinweg zusammenarbeiten, weil niemand allein die nötigen Budgetmittel stemmen könnte. Ein möglicher Start für ein besseres Verständnis von Viren und ihren Gefahren für die Gesellschaft: Laut Fachmagazin Nature wird im Jänner 2021 eine Taskforce der WHO nach Wuhan reisen, das ist jene chinesische Stadt, in der die ersten Covid-19-Fälle registriert wurden. Sie wollen Ursprung und Verlauf der Pandemie nachzeichnen. Ende 2021 könnten sie erste Ergebnisse ihrer Forschungen präsentieren. Es gilt übrigens als gesichert, dass das aktuell gefährliche Corona-Virus Sars-CoV-2 nicht aus einem Militärlabor entwichen ist, in dem angeblich geheime Pläne gegen feindliche Staaten geschmiedet wurden. (pi)


Wahl zum ORF-General: Wrabetz wirkt entschlossen.
Foto: APA/GEORG HOCHMUTH

IN DER KOMMUNIKATION

ORF

Wer führt Österreichs weitaus größten Medienkonzern ORF ab 1. Jänner 2022? Am 10. August 2021 entscheidet der ORF-Stiftungsrat über den nächsten ORF-Generaldirektor oder die nächste Generaldirektorin, im September dann über die Direktorinnen und Direktoren und ORF-Landesdirektoren. ÖVP-nahe Stiftungsräte haben die entscheidende Mehrheit. Alexander Wrabetz, seit 2007 General, wirkt hoffnungsfroh auf eine vierte Amtszeit. Der Direktorenwahl folgt im Herbst ein Antrag auf GIS-Gebührenerhöhung, die erste seit 2017. Und es geht um weitere Führungspositionen im ORF. Vor dem Sommer soll die Streamingplattform ORF-Player starten.

Medienpolitik

Der ORF hofft, dass Onlinebeschränkungen fallen: Sendungen allein fürs Web und nicht nur sieben Tage online. Für 2021 hat sich die Regierung zudem eine neue Digitalförderung vorgenommen. Eine weitere Corona-Sondermedienförderung ist Thema. Im Februar endet die Agentur-Bewerbungsfrist für den bisher größten Werbeetat der Regierung von bis zu 210 Millionen Euro über vier Jahre. Sender und Produzenten beschäftigen die Pläne für eine Urheberrechtsnovelle.

Sender und Seiten

Champions League, Europa League und Formel 1 laufen erstmals bei Servus TV, teils zusammen mit dem ORF. Der Streit der "Krone"-Gesellschafter dürfte 2021 munter weitergehen. Eine ÖVP-nahe Juristin startet ein neues Digitalmedium. Zahlungspflichtige Onlineangebote dürften weiter zunehmen. (fid)

Prognosen zur Medienbranche: derStandard.at/Etat


IM SPORT

Noch sind die olympischen Ringe in Tokio präsent.
Foto: AP

Olympia und Paralympics

Im Sommer 2021 oder gar nicht: Die Spiele der 32. Olympiade bekommen fast exakt ein Jahr nach ihrem ursprünglichen Termin eine zweite Chance. Kann zwischen 23. Juli und 8. August nicht in Tokio gesportelt werden, haben sie sich wie die anschließenden 16. Sommerparalympics (ab 24. August) erledigt.

Thiem jagt die Nummer eins

Mit den verspäteten Australian Open (ab 8. Februar) beginnt Dominic Thiems Angriff auf den Tennisthron. Über Melbourne, Paris (ab 17. Mai) und Wimbledon (ab 28. Juni) geht es nach New York, wo ab 30. August ein Titel zu verteidigen wäre.

Fußball bis zum Abwinken

Europameisterschaft, WM-Quali, Endrunde der Nations League, Klub-WM, Copa América, Europacup, Meisterschaften – 2021 wird praktisch jeden Tag irgendwo die Kugel rollen. Österreichs Mannschaft steigt mit Ende März in die WM-Qualifikation für Katar 2022 ein, die dann, unterbrochen von der EM zwischen 11. Juni und 11. Juli, bis Ende November durchgepeitscht wird. Inklusive des EM-Mindestprogramms gegen Nordmazedonien, die Niederlande und die Ukraine hat die Auswahl des ÖFB jetzt schon 13 Spiele fix.

Formel-1-Rekordsaison

Nach der Sparsaison 2020 mit 17 Rennen gönnte sich die sogenannte Königsklasse des Motorsports eine Rekordsaison. Ab 21. März (Australien) stehen 23 Große Preise im Rennkalender. In Dschidda wird der erste Grand Prix von Saudi-Arabien gegeben. Das zehnte Saisonrennen steigt am 4. Juli auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg.

Weltmeisterschaften en masse

Beginnend mit der Handball-WM der Herren (mit Österreich ab 13. Jänner in Ägypten) füllen Weltmeisterschaften die Lücken im Sportkalender. Die Alpinen treffen einander ab 8. Februar in Cortina d’Ampezzo, die Nordischen ab 23. Februar in Oberstdorf. Auch Biathlon (ab 10. Februar, Pokljuka/SLO), Eishockey für Frauen (ab 7. April, Halifax/CDN) und für Männer (ab 21. Mai, vielleicht doch nicht Minsk, sicher aber Riga), Judo (Budapest statt Wien ab 3. Juni) und noch einmal Handball, aber der Frauen (ab 2. Dezember in Spanien) sorgen für Programm. (lü)