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Washington/Havanna – Die USA weiten ihre Sanktionen gegen Kuba aus. Das US-Außenministerium teilte am Freitag in Washington mit, die kubanische Bank BFI werde auf eine Liste kubanischer Institutionen gesetzt, mit denen niemand, der der US-Gerichtsbarkeit untersteht, Geschäfte machen darf. Das kubanische Militär kontrolliere das Finanzinstitut und nutze dieses, um sich durch Transaktionen zu bereichern, hieß es zur Begründung.

Abkehr vom Obama-Kurs

Das US-Außenministerium hatte 2017 die Liste mit zunächst 180 Unternehmen und anderen Einrichtungen veröffentlicht, die den USA zufolge dem kubanischen Militär, Geheimdienst oder Sicherheitskräften dienen. Unter dem noch bis 20. Jänner amtierenden Präsidenten Donald Trump haben die USA die zögerliche Annäherung an Kuba aus der Amtszeit seines Vorgängers Barack Obama gestoppt und die meisten Lockerungen des Wirtschaftsembargos gegen den Karibikstaat zurückgenommen.

Washington begründet den wirtschaftlichen Druck auf Kuba mit der Unterdrückung der Kubaner durch die eigene Regierung: Kuba beschneide die Menschenrechte seiner Bürger. Zudem unterstütze Kuba – wo die Kommunistische Partei die einzige zugelassene Partei ist – die "illegitime" Regierung des linken Präsidenten Nicolás Maduro in Venezuela. (APA, dpa, 1.1.2021)