Nora Tschirner und Christian Ulmen in "Der feine Geist".

Foto: MDR/MadeFor/Steffen Junghans

Weimar – Der Schock dürfte sitzen: Fernsehkommissar Lessing aus dem Weimarer "Tatort" ist tot. Zwar schien er an der Seite seiner Partnerin Kira Dorn am Freitagabend im MDR-Krimi "Der feine Geist" zu ermitteln und den soeben gekauften gemeinsamen Altbau zu renovieren. Doch tatsächlich war er bereits zu Beginn des Films gestorben und begleitete seine Partnerin nur als beratender Geist durch den Fall, wie man schließlich erfuhr.

Der Serientod von Darsteller Christian Ulmen (45) dürfte nicht spurlos an den Fans vorbeigehen. Immerhin ermittelte er als Lessing gemeinsam mit Nora Tschirner (Dorn) schon seit 2013. Ist mit dem elften Weimar-"Tatort" also nun Schluss für Ulmen? Oder wird er als Geist seine Partnerin weiter mit Literaturzitaten nerven und ihr beim Lösen von Fällen helfen?

"Warten Wirkung des Films ab"

"Wir warten jetzt die Wirkung des Films ab und entscheiden dann, wie wir das Format weiterentwickeln", teilte die Pressestelle des MDR dazu mit. "Der Tod unseres Kommissars Lessing und die Fortführung seiner Figur als Geist war ein kreativer Vorschlag von Christian Ulmen." Die Anregung habe der MDR als eine spannende Entwicklung betrachtet und sie deshalb aufgenommen.

Sicher ist, dass "Der feine Geist" für dieses Jahr der einzige neue "Tatort" aus Weimar bleiben wird. Für 2021 werde kein neuer produziert, da wegen coronabedingter Drehverschiebungen kein gemeinsamer Drehtermin für das Ensemble ermöglicht werden könne, hieß es beim MDR.

Bei "Tatort"-Fans dürfte "Der feine Geist" Erinnerungen an den Fall vor einem Jahr wecken: In der Neujahrsfolge "Das Team" starb Nadeshda Krusenstern (Friederike Kempter) nach 17 Jahren als Kollegin des "Tatort"-Ermittlerduos Thiel und Boerne aus Münster. (APA, dpa, 3.1.2021)