Foto: Getty Images / Yoshikazu Tsuno

Vor rund 20 Jahren stieg Microsoft als erster amerikanischer Konzern in das von japanischen Firmen wie Sega, Sony und Nintendo dominierte Konsolen-Geschäft ein. Der Kauf eines Konkurrenten stand im Raum, fand aber schlussendlich nie statt.

Großes Gelächter

In einer Nacherzählung durch Zeitzeugen, veröffentlichte Bloomberg kürzlich die Geschichte der ersten Xbox. Dort erzählen etwa der ehemalige Director für Third-Party-Relations Kevin Bachus, dass man auf der Suche nach starken Exklusivtiteln auch mit Nintendo in Verhandlung war. "Unser ehemaliger Microsoft CEO Steve Ballmer schickte uns zu Nintendo, ob diese Interesse hätten, von uns gekauft zu werden. Sie haben uns nur ausgelacht. Stellt euch vor, ihr werdet eine Stunde lang ausgelacht. So lief dieses Treffen ab."

Auch das Angebot durch den Head of Business Development Bob McBreen im Jänner 2000 lief nicht zur Zufriedenheit des US-Konzerns. "Wir haben ihnen vorgeschlagen, dass wir einen Zusammenschluss der Unternehmen überlegen, in dem wir die Hardware für ihre Spiele bauen würden. Sie haben abgelehnt."

Weitere Übernahmen gescheitert

In dem Bloomberg-Rückblick wird von weiteren geplanten Übernahmen gesprochen. So wollte Microsoft über die Jahre auch Konami, Electronic Arts, Midway und Square Enix kaufen. Alle Hersteller lehnten die Angebote ab. Dennoch konnte sich Microsoft auf dem kompetitiven Markt etablieren und hat mit der Xbox Series X/S seit November 2020 ihre neueste Hardware auf dem Markt. Die Kooperationen mit den einzelnen Videospielherstellern laufen mittlerweile besser, hat man doch etwa mit EA Play im hauseigenen Abo-Service "Game Pass" eine erfolgreiche Partnerschaft mit Electronic Arts. Ob man Mario irgendwann auch auf der Xbox spielen wird können, steht aktuell noch in den Sternen. (aam, 7.1.2021)