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Am 5. Jänner veröffentlichte Apple seinen Jahresbericht mit Hintergrundinformationen zum Status der Firma. Dieser, auch für die Aktionäre geschriebener Bericht, erwähnt auch erstmals die Gefahr einer Kartellrechtsklage.

Monopolstellung

Erstmals in der Geschichte von Apple gibt es rechtliche Untersuchungen bezüglich einer möglicher Ausnutzung eines Monopols. Im Jahr 2020 musste Apple CEO Tim Cook bereits vor dem Justizausschuss aussagen. Es ging um das wettbewerbswidrige Verhalten im App Store, zuletzt durch den Rechtsstreit mit Epic mehrfach in den Medien dargestellt. Auslöser in diesem Fall war die Tatsache, dass der Fortnite-Entwickler die hohen Abgaben an Apple, immerhin 30 Prozent der Einnahmen, nicht mehr zahlen wollte. Aber auch andere Firmen hatten sich schon über die Monopolstellung von Apple Luft gemacht. Der Musikstreaming-Marktführer Spotify warf Apple im November 2020 unfairen Wettbewerb vor, weil der Konzern bei seinem hauseigenen Dienst Apple Music nicht von einer Abgabe auf die Abo-Erlöse belastet werde. Im Dezember schloss sich noch Cydia, Anbieter eines alternativen iPhone-App-Stores, der Klagewelle an.

Verstärkte Prüfung

Wie CNBC berichtet, ist laut Apple das Thema Kartellrecht bei dem US-Konzern immer wieder ein Diskussionspunkt. In diesem Jahr scheint man aber sensibilierter zu sein, schließlich scheinen sich Entscheidungsträger der Politik verstärkt auf die Prüfung großer Technologiekonzerne zu konzentrieren. Das nächste Aktionärstreffen von Apple findet am 22. Februar statt. (red, 7.1.2021)