Apple bastelt wieder an etwas Neuem.

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Gerüchte, dass Apple schon in naher Zukunft in den Markt für Virtual-Reality-Brillen einsteigen will, sind bereits bekannt. Glaubt man dem Journalisten Mark Gurman, der bisher mit Einschätzungen von Leaks häufig richtig lag, könnte es schon bald so weit sein. Bereits kommendes Jahr will Apple demnach ein High-End-VR-Headset veröffentlichen und Kunden ordentlich zur Kasse bitten. In ein paar Jahren soll dann ein Augmented-Reality-Headset folgen.

Die Informationen veröffentlichte Gurman im Rahmen eines "Bloomberg"-Berichts, in dem behauptet wird, dass Apple mit der ersten Gerätegeneration keinen Verkaufsschlager wie beim iPhone generieren wolle. Stattdessen gehe es um ein besonders hochwertiges und teures Nischenprodukt, das vor allem Entwickler und betuchte Kunden ansprechen soll. Das später erscheinende AR-Headset soll dann auf einen breiteren Markt abzielen.

Teurer als die Konkurrenz

Wie von Apple erwartet, soll das VR-Headset mit dem Codenamen "N301" deutlich teurer werden als die Konkurrenzprodukte von Oculus. Scheinbar so teuer, dass der Konzern unter Umständen nur ein Exemplar pro Tag und Apple Store verkaufen könnte, berichtet "Macworld". Mit weniger als 200.000 verkauften Einheiten pro Jahr würde das neue Produkt somit in derselben Liga spielen wie der Mac Pro.

Zumindest technisch soll das Gerät dafür mit der neuesten Apple-Hardware aufwarten können. Denn es sollen offenbar die leistungsstärksten Chips des Konzerns verbaut werden, kombiniert mit Displays, die die Konkurrenz bezüglich der Auflösung ausstechen können. An der Außenseite angebrachte Kameras sollen zudem vereinzelte AR-Funktionen und das Tracking von Handbewegungen ermöglichen. Zum Beispiel soll man so für Texteingaben einfach in der Luft tippen können.

Nur ein Prototyp

Das Headset existiert laut Berichten derzeit allerdings nur als Prototyp. Die Pläne des Konzerns könnten sich also jederzeit nochmals ändern. Zudem sei es genauso gut möglich, dass das Projekt gänzlich eingestellt wird, gibt Gurman zu bedenken. (red, 22.1.2021)